[At the Drive-In]
.::. in/Casino/Out - 1998 .::.
CD - Fearless Records - F034
Wer Avail, Fugazi
oder Promise Ring mag, sollte zugreifen.
Der Opener "Alpha Centauri" fand ich zuerst auf der CD des
englischen P101-Fanzines. Wow, was
war denn das? Vertrackter um-die-Ecke-gedacht-Postpunk, mit Screemo-Elementen,
warmer Klangfarbe (Gesang), sägenden Gitarren? Yes, und sie starben viel
zu jung. ATDI haben sich entzweit, verstritten und machen jetzt als
Sparta und Mars Volta getrennt
weiter. Kometenhaft war ihr Aufstieg, die Pressefuzzis vom VISIONS und Rolling
Stone hatten neue Lieblinge gefunden, und sowohl im Emo- als auch Rocklager
war man begeistert.
Highlights: "Alpha Centauri", "Transatlantic Foe"
More ATDI: "Vaya" (1999),
"Relationship Of Command"
(2000)
[The Offspring]
.::. Americana - November 1998 .::.
CD - Columbia - COL 491656-2
Ja, ja, MTVkompatible Hitparadenscheiße für Rich Kids, oberflächlich
gesehen. Wer jedoch sich mal die Mühe macht, die Texte zu lesen, wird
feststellen, daß The Offspring genau dieser Klientel mal ans
Bein pissen will. 13 Songs mit der Lizens zum Nachdenken, zusätzlich
mit einem obergeilen Frank
Kozik-Booklet.
More Offspring: "Ignition"
(1992), "Smash" (1995),
"Ixnay On The Hombre" (1997),
"Conspiracy Of One" (2000)
[Gluecifer]
.::. Soaring with Eagles at Night to Rise with the Pigs
at Morning - Sep. 1998 .::.
CD - White Jazz Records - Jazz 012CD
Punk'n'Roll im Sleazerockgewand - Gluecifer setzen den Hebel dort an,
wo man in den frühen Neunzigern zu Unrecht Bands wie D.A.D., die
Quireboys oder The Almighty in der Gruft versenkt hat. Und unter
dem schweren Deckel hat der Sound Format angenommen. Vorbei die Anlehnung
an den Blues, wo man noch auf dem Barhocker Jack Daniels kippte. Dieser Sound
hat Punk im Blut und das Quartett aus Oslo beweist mit diesem Album, wo der
Hammer hängt.
More Gluecifer: "Ridin' The Tiger"
(1997), "Head To Head Boredom"
(1999),
"Tender Is The Savage" (2000),
"Basement Apes" (2002), "Automatic
Thrill" (2004)
More White Jazz-Kracher:"Supershitty
To The Max", "Payin' The Dues"

.::.
Album des Monats .::.
[Rancid]
.::. Life Won't Wait - 30. Juni 1998 .::.
CD im Digipack - Epitaph Records 6497-2
Dieses Prachtstück wurde in New Orleans, Kingston (Jamaica), New York
und in LA aufgenommen, dabei gibt's nicht nur Punk und Skapunk, sondern auch
Reggae, Rap und fette Bläser und murmelnde Orgeln. Beim Titel-Track "Life
Won't Wait" macht nämlich Reggae-Künstler Buju
Banton mit, auf "Coppers" der Reggae-Musiker Dr. Israel,
außerdem ist auch Marky Ramone mit etlichen "Oh Yeahs"
auf "Wrongfully Suspicion" beteiligt.
Die Skasongs sind: "Hooligans", "Crane Fist",
"Backslide", "Cocktails", "Wrongfully
Suspicion", "Corozon de Oro".-
More Rancid: "Let's Go"
(1994), "...And Out Come The Wolves"
(1995),
"Rancid" (2000), "Indestructible"
(2003)
[The New Bomb
Turks]
.::. At Rope's End - 1998 .::.
CD - Epitaph
13 Songs - Highspeed Punk'n'Roll aus der Epitaphschmiede. Für meinen
Geschmack könnten die Jungs ruhig mal ein paar Akzente setzen. Warum
klingt die Produktion, als wäre Dr. Kimble auf der Flucht? Einer der
wenigen ruhigen Momente entsteht durch Song Nr. 7: "Bolan's Crash".
Ansonsten nicht 100% mein Ding, da höre ich mir lieber "Arschgranate"
von Bratseth oder Rocket From The Crypt an.
More The New Bomb Turks: "Destroy-Oh-Boy"
(1993)
[Fugazi]
.::. End Hits - 1998 .::.
CD - Dischord Records 110
Jazzy EmotionalPostHardCore. 13 Songs.
Hat Fugazi überhaupt jemals ein schlechtes Album gemacht?
Oder einen schlechten Song?
An diesem Album scheiden sich die Geister.
Lass sie doch.
More Fugazi:
"13 Songs" (1989), "Repeater"
(1990),"Steady Diet Of Nothing"
(1991),
"In On The Killtaker" (1993),
"Red Medicine" (1995),
![[Social Distortion]: Live at the Roxy](socialdist_liv.jpg)
[Social Distortion]
.::. Live at the Roxy - 1998 .::.
CD - Time Bomb - 78801-2
Mitschnitt der Konzerte vom 7. - 9. April 1998 im legendären Roxy
(L.A.). Urteil: Absolut genial: Man ist dabei. Fett produziert, kommt hierbei
das Songwriting von Ness erst richtig zur Wirkung. Während auf
den ersten beiden Studioalben der Sound eher zu dünn geriet, beweisen
SD live, was wirklich für ein Potential in den Songs schlummerte.
Mit persönlichen Kommentaren von Mike Ness zu allen Songs.
Tracklist: "Story Of My Life", "Bad Luck", "Under My Thumb", "Prison Bound", "Mommy's Little Monster", "Mass Hysteria", "The Creeps", "Another State Of Mind", "Let It Be Me", "No Pain, No Gain", "Cold Feelings", "Telling Them", "I Was Wrong", "1945", "Don't Drag Me Down", "Ball & Chain", "Ring Of Fire"
More Social Distortion:
"Mainliner" (1981), "Mommy's
Little Monster" (1982), "Prison
Bound" (1988),
"Social Distortion" (1990),
"Somewhere Between Heaven And Hell"
(1992),
"White Light, White Heat, White
Trash" (1996), "Live From Orange County"-DVD (2003),
"Sex, Love
& Rock'n'Roll" (2004)
More Mike Ness: "Cheating At Solitaire"
(1999)
![[Social Distortion]](../lg/socialdist_lg_bg.jpg)
[Chinese Takeaway]
.::. Fuck Billboard... We're The Stars - 1998 .::.
LP - New Lifeshark Records NLR 023
Chinese Takeaway aus Hägersten, Schweden: GlamPunkrock mit Drive
& Humor.
Kostprobe aus "Lesbian Vegetarian": ..."Meg, she's a
veg, doesn't like meat between her legs...". Haha, und weiter geht's
ähnlich böse. Thematisch gibt's ordentlich Wörter mit F***
und auch sonst nimmt man kein Blatt vor den Mund. Highlight ist das Ruts-Cover
"Babylon's Burning". Zu hören ist in der Regel Ego T.
Superstar (voc, g) und ab und zu auch Katti (voc), der Rest kommt von Chrille
(g, bvoc), Micro (dr, bvoc) und Kim (b). Gastmusiker ist Volvex (sax).


[Refused]
.::. The Shape Of Punk To Come - Oktober 1998 .::.
CD - Burning Heart Records - BHR 071
Die Songs "New Noise" und "Refused Are Fuckin Dead"
sind auch auf der "Theology EP" enthalten.
Songs: "Worms of the Senses/Faculties of the Skull" · "Liberation
Frequency" · "The deadly Rythm" · "Summerholidays
Vs. Punkroutine" · "Bruitist Pome #5" · "New
Noise" · "The refused Party Program" · "Protest
Song '68" · "Refused are fuckin' dead" · "The
Shape of Punk to come" · "Tannhäuser/Derivè"
· "The Apollo Programme was a Hoax"
More Refused: "The New Noise Theology E.P."
(1998)
[The Vectors]
.::. The Vectors - 1998 .::.
LP - New Lifeshark Records - NLR 021
Adrenalin pur! Unglaublich, was die Schweden für einen krachigen Sound
hinbekommen haben: 100%-Two-Mittelfingers-In-The-Air-Punkrock! Die Vectors
rotzen dir die Schuhe von den Füßen und treten dir gleichzeitig
die Hämorrhoiden aus dem Popo.
Gnadenlos! Gut!
Comment
by:
Noel Jänich
Hektisches Glampunk-Schaf im Orange
County-Kleidern.
The Vectors kesseln sich durch die obere Uptempo-Hemisphäre und
huldigen vor den Becken, die der Drummer leidenschaftlich bearbeitet. Im Gegensatz
zu den genialen Dean Dirg jedoch
fehlt den Vectors das Vermögen, in jeden einzelnen Song einen
Akzent zu setzen - Gesang, Gitarre, Drums - alles ein hyperkinetisches Gehetze
in der selben Tonart - Not my cup of tea!
Da lobe ich noch die Vorgänger-7-Inch "Fuck
MTV", denn da stimmte alles.
Comment
by:
Jason Baton
[Refused]
.::. The New Noise Theology E.P. - November 1998 .::.
CD - Burning Heart Records - BHR 079
Wow, was ein Abgang!!! Das letzte Wörtchen von Refused, die sich kurz
hiernach auflösten. Shouter Dennis Lyxzén sollte dann The
(International) Noise Conspiracy gründen.
Der Staccato-Attacke vom Opener "New Noise" konnte sich in
1998 - zusammen mit dem hervorragenden Video - niemand entziehen, Refused
traten auf ihrem Zenit ab.
Auch Song 2, "Blind Date", steht an Energie seinem Vorgängern
in nichts nach. Aufgepeppt durch digitale Spielereien und Samples in der Produktion
wird die EP gleichzeitig catchy und innovativ, Hardcore vom Feinstem.
[The Donnas]
.::. The Donnas - Juli 1998 .::.
CD - Lookout Rec. - LK201
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++
More Donnas: "Get Skintight"
(1999)
[Backyard Babies]
.::. Total 13 - 1998 .::.
CD - MVG Records - 3984 - 227462
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++
More Backyard Babies: "Stockholm Syndrome" (2003)
[98 Mute]
.::. Class Of '98 - 1998 .::.
CD - Theologian Records - T 70
98 Mute sind aus Hermosa Beach, CA, und spielen Highspeed-Punkrock, wie man es ahnen kann, klingen sie stark nach Pennywise, denn
Drummer Justin Thirsk ist der jüngere Bruder von Pennywise's Jason Thirsk (R.I.P.). Die Songs werden getragen von Stimme und Gitarre, aber nach 14 Songs fehlen Punkt und Komma. Super Musiker, aber ideenlose Songschreiber. Ganz O.K. live zum rumhüpfen, aber ich bin ja auch keine 16 mehr und wohn' nich' am Strand.
Highlights: "Ask Yourself", "Breakdown"
[Cause For Alarm]
.::. Beneath The Wheel - Oktober 1998 .::.
CD - Victory Records - VR88
New Yorker Band die durch Sänger Keith Burkhardt beeinflusst seit 1982 den sogenannten Krishnacore spielt. Burkhardt hatte sich von John Joseph (Cro Mags) missionieren lassen. Der Name Cause For Alarm erinnert natürlich an das gleichnamige 1986er Album von Agnostic Front.
Der Opener "Homeless" zeigt: Cause For Alarm sind positiv, (sozial-) politisch engagiert und spielen superfixen Hardcore. Der Gesang ist nicht rabiat, eher melodiös und kraftvoll. Wie bei andere Krishnabands auch, kommt hier ein weicheres Element zum Tragen, was dem Begriff Hardcore aber nicht ein Quentchen Glaubhaftigkeit nimmt.
Highlights: "Put It Down", "Rich Get Richer"
[The Brian Setzer Orchestra]
.::. The Dirty Boogie - 1998 .::.
CD - Interscope Records - IND 90183
"Rock This Town" - ein Cover aus Stray Cats-Zeiten.