

![[Social Distortion]: White light, white heat, white trash](socialdist_white.jpg)
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Album des Monats +++
[Social Distortion]
.::. White Light, White Heat, White Trash - 1996 .::.
CD - Epic - 484374 2
Für mich das beste Social Distortion Album. Ironie des Schicksals
bleibt jedoch, dass erst als SD von Time Bomb zu Epic (Sony) wechselten, die
Produktionen noch fetter, krachiger wuren und definitiv mehr Pfeffer besitzen.
Vom Opener "Dear Lover", über "Don't Bring Me
Down", "Untitled" und "I Was Wrong"
und "Through This Eyes" finden sich hymnische Perlen, die
sich aneinander reihen wie sonst auf keinem anderen SD-Album.
Ein Werk wie aus einem Guss.
More Social Distortion:
"Mainliner" (1981), "Mommy's
Little Monster" (1982), "Prison
Bound" (1988),
"Social Distortion" (1990),
"Somewhere Between Heaven and Hell"
(1992),
"Live At The Roxy" (1998), "Live From Orange County"-DVD (2003),
"Sex,
Love & Rock'n'Roll" (2004)
More Mike Ness: "Cheating At Solitaire"
(1999)
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[Youth
Brigade]
.::. To Sell The Truth - 1996 .::.
CD - BYO Records - BYO 038
Ein Hammer-Comebackalbum der Stern-Brüder. Anders als die oftmals
stark in die Kritik geratenen Epitaph-Produktionen verdienen sich die
BYO-Produktionen viel Respekt, denn sie sind melodisch und behalten gleichzeitig
Härte und Tempo bei.
Die Lyrics setzen an den wunden Punkten an: Die wahre Gesinnung von bigotten
Frömmlern in "Spies For Life", der Illusion des amerikanischen
Traums in "Sick", der Komerzialisierung des Punk in "We're
In" und die Verlogenheit falscher Gesellen "Friends".
In "Believe In Something" werfen sie ein bischen Ska mit in die
Runde.
Gesungen wird u.a. auch von Adam Stern ("Street Dominator")
und Johnny Wickersham ("Tomorrow"). Zu den 14 Songs
gibt's auf der CD noch einen Hidden Track.
Musikalische Highlights: "Friends", ...
More Youth Brigade: "Sink With
California" (1982 - 85)

[The Queers]
.::. Don't Back Down - 1996 .::.
CD - Lookout Records - Lookout! 140CD
Mein Favorit unter allen Bubblegum-Punksounds sind die Bostoner Queers.
Kluge Weisen wie "Punk Rock Girls", in denen der Knusperfaktor
mit "Yummy, Yummy!" beantwortet wird, und Zitate "... she's
got no tit", verlieren nie ihren Wahrheitsgehalt. Die wohl poppigste
Platte der Queers liegt zwischen Ramones und Beach Boys.
Songs wie "Number One", "Janelle, Janelle"
und "I Can't Get Over You" wurden übrigens von J.J.
Rassler mitgeschrieben (Ex-DMZ).
More Queers: "Love Songs For
The Retarded" (1993), "Punk
Rock Confidential" (1998),
"Pleasant Screams" (2002),
"Summer Hits No. 1" (2004)
[NoFX]
.::. Heavy Petting Zoo - 1996 .::.
CD - Epitaph - 6457-2
Schnell und lustig. Manchmal zu sehr von allem.
Besonders kreativ wieder das Booklet: Texte werden mit Edding auf schöne,
runde Ärsche (weiblich) oder Brustkörbe und Hüften, auf Dollars
und Flachmänner geschrieben. Sound und Lyrics (Fat Mike bleibt
schön zynisch) sind wie immer O.K., aber NoFX sind so 'ne Art
Candy-Punkrock, und zu viel Süßes kann einem auch den Magen verderben.
Last Words: "No thanx to MTV" im Booklet, na, dann produziert doch
mal weniger mainstreamig, ihr "Rebellen"....
[The Vandals]
.::. The Quickening - Juli 1996 .::.
CD - Nitro Records - NITRO 15806-2
Gegründet 1980 in Huntington Beach, Kalifornien, spielten die Vandals
bereits jahrelang, ohne großartig Platten zu veröffentlichen. Ausgestattet
mit einer ordentlichen Portion Humor und äußerst flotten Uptemponummern,
liefert "The Quickening" eine Blaupause für den Funpunk
der Vandals. In "Stop Smiling" wettert Dave Quackenbush
gegen alle, die mit ihrem aufgesetzten Lächeln dich einseifen wollen:
Hippies, Sekten und sonstige Happy People. Oder die 1a-Braut, die einem zwar
den Atem raubt, aber besser hätte schweigen sollen in "(But Then)
She Spoke". Ein ausgesprochen treffender Text auch in "Choosing
Your Masters", in welchem rüberkommt, wie sehr man leidet, wenn
man "MTV Masters" in den Neunzigern angesehen hat.
More Vandals: "Hitler Bad, Vandals
Good" (1998),
"Look What I Almost Stepped In"
(2000), "Hollywood Potato Chip"
(2004)
[Turbonegro]
.::. Ass Cobra - 1996 .::.
CD im Digipack - Burning Heart Records - BHR 163
Enhanced CD mit 2 MPEG-Videos
Highlights: "Denim Demon", "Bad Mongo",
"I Got Erection",
"Turbonegro Hate The Kids"
More Turbonegro: "Apocalypse Dudes"
(1997), "Party Animals" (2005),
Turbonegro-Tribute: "Alpha Motherfuckers"
(2001)
[Avail]
.::. 4 AM Friday - 1996 .::.
CD - Lookout Rec. - Lookout No. 138
Was wirklich mir wirklich auf den Keks geht, sind die Tracks "(Ben)"
und "Swing Low", die als Auflockerung eingestreut worden
sind. Beim ersteren wird ein Swing-Standard von einem Kumpel der Band dahingeknödelt
und bei letzterem singt die Band a-capella doch glatt "Swing Low, Sweet
Chariot", was man noch vom Religionsunterricht her kennt. Diese Tracks
überspringe ich grundsätzlich.
More Avail:
"Dixie" (1994), "100
Times" (1999), "One Wrench"
(2000), "Front Porch Stories"
(2002)
[The Hellacopters]
.::. Supershitty To The Max! - 1996 .::.
CD - White Jazz Records - Jazz 001CD
Die Garage brennt: Optisch wie eine ungewaschene Kreuzung aus New York
Dolls und Motörhead - Musikalisch eher 70s Hardrock mit Wah-Wahs
und Stoner Rock-Elementen. Alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist,
wird durch die Röhrenverstärker gejagt. Noch in der Besetzung mit
Dregen. Nur marginal Nähe zum Punk. Die Zukunft wird's zeigen.
Auf der CD ist immer ein Song weniger als auf Vinyl!
More Hellacopters: "Payin' The
Dues" (1997), "Disappointment
Blues" (1998),
"By The Grace Of God" (2002)
US-Cover
[The Vectors]
.::. Fuck MTV - 1996 .::.
4-Track-Single - New Lifeshark Records - NLR 012
"Fuck MTV", "I Wanna Be With The CIA"
b/w
"Take Your Cancer Like A Man", "Touched By The Hand
Of God"
Superflotte Glampunkband aus Schweden mit 4 Uptemponummern und krudem Humor
("...stand up and take your cancer like a man", oder "...MTV
is for empty heads...")
More Vectors: "The Vectors"
(1998)
[Dropout]
.::. No Thanks To Neil - 1996 .::.
6-Track-Single - New Lifeshark Records - NLR 013
"Jack" - "Somewhere" - "Beth"
b/w
"Happy Scene" - "My Job" - "Let
Go"
Not my cup of tea.
[The Descendents]
.::. Everything Sucks - 1996 .::.
CD - Epitaph - 6481-2
Mit "When I Get Old" haben die Descendents eine perfekte
Teenage-Hymne geschrieben - aber ich kauf' den Jungs den Text nicht mehr ab,
denn Milo ist mittlerweile auch schon Mitte Dreißig und sich
in die "Jugend-von-Heute" reinzuversetzen, naja, das ist doch arg
konstruiert, hätte er ihn 1981 geschrieben, hätte das anders gewirkt.
Passt zu Epitaph.
Wer die frühen Lemonheads mag,
liegt mit diesem Album genau richtig.
Highlights: "Everything Sux", "Coffee Mug"
More Descendents: "Cool To Be You"
(2004)
[Slapshot]
.::. 16 Valve Hate - 1996 .::.
CD - Taang Records # 106
"16 Valve Hate" ist gewohnt aggressiv, aber nicht besonders kreativ. Es gibt Seitenhiebe gegen die Band Krishna-Combo 108 mit dem Song "108" und "Bigmouth Strikes Again" ist ein Cover des The Smiths-Hits von 1986.
Highlight: "Johnny Was"
More Slapshot: "Step On It /
Back On The Map" (1986/1988), "Tear It Down" (2005)


![[The Exploited]: Beat The Bastards (1996)](exploit_beat.jpg)
[The Exploited]
.::. Beat The Bastards - April 1996 .::.
CD - Rough Justice Records - CDJUST 22
1992 kam ein wegweisendes Album von Ministry heraus: "Psalm 69", dessen geniale Singles "Jesus Built My Hotrod", "N.W.O." und "Just One Fix" schrammelige Metalriffs mit Samples und sinnlosen Sprachfetzen kombinierte, ein Inferno aus dem Stahlwerk, blechern, kalt, künstlich. Im März 1994 kam "Point Blank" von Nailbomb heraus, ein Projekt von Sepulturas Max Calavera, Fudge Tunnels Alex Newport und Dino Cazares von Fear Factory. Diese Industrial Metal-Supergroup brachte eine Platte heraus, die in Punkto Härte und inhaltlicher Hässlichkeit von nur wenigem übertroffen werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt rechnete niemand mit einer alternden Street-Anarcho-Punkband, deren Wahrzeichen ein Iro ist, in einer Zeit als der Iropunk noch nicht einmal mehr japanische Touristen beim Postkartenkauf locken konnte.
Doch Wattie Buchan HAT die Zeichen der Zeit erkannt. "Beat The Bastards" ist schnell, knüpelhart und knochentrocken und die Kunst dabei ist, nicht nach Metal zu klingen und eben auch nicht nach Industrial - die Samples, die Wattie einsetzt, sind eher witzige Schnipsel für zwischendurch. Die Drums klingen auch nicht nach Drummaschine, sondern nach Expoited (Wullie Buchan sei Dank). Obendrauf - wie immer - eine volle Kelle Politparolen, die es in sich haben. Perfekt für die nächste Straßenschlacht.
Highlights: "Beat The Bastards", "Affected By Them", "Don't Blame Me"
More The Exploited: "Punk's Not Dead" (1981),
"Let's Start A War... Said Maggie One Day" (1983), "Totally Exploited" (1981-1986)
![[Raised Fist]: Stronger Than Ever (1996)](raisdefist_stronger.jpg)
[Raised Fist]
.::. Stronger Than Ever - 1996 .::.
MCD - Burning Heart Records - BHR 046
"Stronger Than Ever", "Reduction Of Hate", "Torn Apart", "I've Tried", "Next", "The Answer", "Time For Changes", "Soldiers Of Today", "E-Skile"
More Raised Fist: "Ignoring The Guidelines" (2000), "Dedication" (2002)