





![[Sick Of It All]: Scratch the surface](soia_scratchthe.jpg)
[Sick Of It All]
.::. Scratch The Surface - 18. Oktober 1994 .::.
CD - Eastwest Records - 7567-92422-2
Lou (voc) und Pete Koller (g) gründeten 1984 Sick Of
It All. Nach vielen Jahren auf Independent Labels ist "Scratch The
Surface" das Majordebüt der New Yorker Schreihälse, 14 Hardcoresongs
vom Allerfeinsten. SIOA waren schon immer wegweisend und Eastwest ließ
die Jungs ruhig in Eigenregie produzieren und heraus gekommen ist ein Album,
das zu keinem Zeitpunkt langatmig wird. Uptempo-Nummern "Insurrection"
und eingängig melodiös-bratzige Metalstücke "Consume"
wechseln sich ab. Von den Hardcore-Shoutern ist mir Lou Koller einer
der liebsten.
"Step Down":
"In the underground integrity lies within
in the underground image doesn't mean a thing
when the substance lacks it's plain for all to see
if the deal is right then respect is where it should be.
For the fakes and the frauds it's a fuckin' fashion show
total compromise will have them sell their souls
all the negative all the useless influence
all the emptiness all the violent detriment makes no sense...
Please have more to give than fashion and images
caught up in a trap of media crap
that's no way to live
caught up in a trap of media crap
so little to give"
Highlights: "No Cure", "Step Down".-
More Sick Of It All: "Outtakes For The Outcast" (1992-2001),
"Death To
Tyrants" (2006)
[Compulsion]
.::. Comforter - 1994 .::.
CD - One Little Indian Records - 828 523-2
Compulsion stammen aus Dublin und sind aus der Band Three Amazing
Colossal Men hervorgegangen und 1994 nach London übergesiedelt. Mit
dem Song "Mall Monarchy" hatten sie größeren Erfolg
verbuchen können. Der Sound bewegt sich zwischen introvertierem Indiesound
und noisigen Einflüssen, oft nur einen Steinwurf von den Pixies,
den Lemonheads oder Nirvana
entfernt. Instrumentals wie "Ariadne" hätten auch
Frank Black alle Ehre gemacht.
[Cock Sparrer]
.::. Guilty As Charged - 1994 .::.
CD - Bitzcore Records - 1692
Die Oi!-Legende zurück nach langer Pause - Dennoch marschieren sie im
Punklager mit wehenden Fahnen voran und lassen alle Hosentiefträger hinter
sich. Worauf ich am meisten bei Cock Sparrer stehe, ist der typisch
englische Cockneyslang. Die Platte hat treffsichere Melodien und Sing-a-longs
und dennoch kritische Texte. Jeder kriegt sein Fett ab: Der Opener "Get
A Rope" rechnet mit der Regierungselite ab, "Because You're
Young" mit jugendlicher Ignoranz.
Cock Sparrer sind das Gewissen der (mittlerweile) schlauer und erwachsen
gewordenen 77er Punks. Rock'n'Roll allererster Qualität.-
More Cock Sparrer: "Shock
Troops" (1982), "Here We Stand" (2007)
[Leatherface]
.::. Minx - 1994 .::.
CD - Roughneck Records - NECKCD 11
Nach "Mush" entwickelte sich
Frankie Stubbs (voc, g) bedeutend zum "Songwriter" des Punkrock
weiter, Spielweise und Struktur wurden komplexer. Die Songtexte sind persönlich,
lyrisch und spielen zynisch mit den Realitäten. Das führt zu Spaltung
der Hörerschaft: Die einen sagen sich, "not my cup of beer"
und bleiben bei Oi!, andere machten Leatherface zum Underground-Geheimtip.
Dass auf der gemeinsamen 2001er Tour Hot
Water Music als Headliner spielten, führte zu einigem Raunen
in den Reihen der alten Hasen - dennoch ein passendes Package.
Topsong: "Pale Moonlight"
More Leatherface:
"Cherry Knowle" (1989), "Fill
Your Boots" (1990), "Mush"
(1991), "The Last" (1994),
"BYO Split Series Volume 1"
(1999), "Horsebox" (2000),
"Dog Disco" (2004)
![[Leatherface]](../lg/leatherfac_lg_bg.gif)
[Bad Religion]
.::. Stranger Than Fiction - 1994 .::.
CD - Dragnet - CL 35425 8
Europäische Version mit 2 Bonustracks
Nun sind Bad Religion zu Atlantic gewechselt, obwohl man ja mit Epitaph
ein eigenes Label besitzt. Doch von Major- & Sellout-Hysterie nix zu hören,
weder an der Fanfront noch bei den Kritikern. Das achte Bad Religion-Werk
ist gelungen und passt sich nahtlos an Werke wie "Generator"
an.
Gastsänger auf "Television" ist Rancids
Tim Armstrong und bei "Incomplete" spielt Wayne
Kramer (Ex-Hüsker Dü)
die Leadgitarre.
Highlight: "21st Century Digital Boy".-
More Bad Religion:
"80-85" (1980-85), "Suffer"
(1988), "No Control" (1989),
"Against The Grain" (1990),
"Generator" (1992), "Recipe
For Hate" (1993), "The Process
Of Belief" (2002)
[Green Day]
.::. Dookie - 1994 .::.
CD - Reprise Records - 9 45529-2
Das Major-Debüt hatte großen Erfolg, obwohl viele Punks beim glattgebügelten
Hitpotential von "Dookie" die Nase rümpften. Meistens
diejenigen, die auch mit den Buzzcocks
oder den Undertones nichts anzufangen wußten. Zur Melodiosität
werfen Green Day eine Portion Selbstironie und viel Albernheit in die
Runde, bei den Texten gaben sie sich jedoch erstaunlich reif. 14 Songs und
ein Hidden Track.-
Inklusive der Smash-Hits "Basket Case" und "When
I Come Around"
More Green Day: "American Idiot" (2004)
[Leatherface]
.::. The Last - 1994 .::.
CD - BYO Records - BYO 070
16 Songs
"Shipyards" ist einer der besten Songs, die Frankie je geschrieben
hat.
Der Titel "The Last" schockte damals alle Fans. Zum Glück
wissen wir es heute besser...
Rezension folgt...
More Leatherface:
"Cherry Knowle" (1989), "Fill
Your Boots" (1990), "Mush"
(1991), "Minx" (1994),
"BYO Split Series Volume 1"
(1999), "Horsebox" (2000),
"Dog Disco" (2004)
![[Leatherface]](../lg/leatherfac_lg_bg.gif)
[Leeway]
.::. Adult Crash - 1994 .::.
CD - IRS Records - IRS 986.985
Es war noch nie leicht, Leeway aus Queens, NY, richtig einzuordnen.
Sie spielten Anfang der Neunziger wie viele New Yorker Bands einen Metal-
/ Thrash-beeinflussten Sound, aber immer sehr groovy, so wie Napalm
oder Mucky Pup. Auf dieser Platte gibt's
ordentlich was auf die Ohren, Crossover mit einer großen Prise Hardcore, eine Spur
Emo und einige Black Sabbath-verwandte Riffs, die zu dieser Zeit ein
Revival hatten (Stone Temple Pilots, Corrosion Of Confirmity).
Auf jeden Fall Nackenschüttel- und Pogopotential satt. Das Plattencover
stammt übrigens von der 1993er Deutschlandtournee.
.
More Leeway: "Desperate Measures"
(1991), "Open Mouth Kiss"
(1995)