[London]
.::. Animal Games - 1978 .::.
LP - Malkodiria Records (licensed from MCA) - MKDR 078-5554
250g schweres Vinyl
Londoner Band, kam zuerst bei MCA unter Vertrag. Die LP ist genial und den
frühen Jam und Stiff
Little Fingers nicht unähnlich. Inklusive der ersten beiden Singles
"Everyone's A Winner" und "Summer Of Love".
Das Easybeats-Cover "Friday On My Mind" kommt ebenfalls
gut.
Aus den Überresten von London entstand später Culture Club
(Uahärks!).
[Generation X]
.::. Generation X - April 1978 .::.
LP - Chrysalis
Bereits 1976 in London von Billy Idol (voc), Tony James von
London SS (g), John Towe (dr) von Chelsea und Bob "Deerwood"
Andrews (b) gegründet, machten sie die Anheizer für die Stranglers
im Roxy.
Die Singleauskopplung "Ready Steady Go" mit einem rumpelnden
Bass und dem noch frisch klingenden Billy Idol, der in diesem reinblütigem
Rock'n'Roll-Song seine tiefe Verehrung des selbigen besingt.
Die US-Version der LP enthielt die Single "Your Generation".
![[The Depressions]: The Depressions (1978)](depres_st.jpg)
[The Depressions]
.::. The Depressions - März 1978 .::.
LP - BARN - 2314 105
Wow, was für ein Opener: "Screw Ya" (= Ich werd' Dich
bumsen) steht für den harten, trockenen Sound der Depressions.
Die Band, die schon Jahre zuvor als Coverband von The
Who und Small Faces-Songs im Seebad Brighton spielte, fand erst
sehr spät zum Punk. Das 14-Track-Debüt "The Depressions"
kam beim Barn-Label heraus, welches Chas Chandler gehörte (jahrelang
Manager von Jimmy Hendrix und Slade). Die Band kam verschiedene
Male in die Schlagzeilen und sorgte für einigen Wirbel. Sänger/Bassist
Dave Barnard und Gitarrist Smith sprühten den Namen der
Band in der ganzen Stadt an die Wände und wurden dabei erwischt und vom
Gericht verurteilt. Tragisch endete auch ein Konzert, bei dem sie die Vibrators
auf deren UK-Tour begleiteten, als ein 22-jähriger an seinen Kopfverletzungen
verstarb. Die englische Presse lastete natürlich den Depressions
die Tat an ("Hunt for killer at punk riot"), obwohl es verfeindete
Fußball-Hooligans waren, die sich auf dem Konzert prügelten (zwei
Spezialitäten der Engländer: Hools und Yellow Press).-
Warum die Depressions auf ewig nur ein Geheimtipp geblieben sind, man
weiß es nicht.
Der Stil der Band weicht jedenfalls von dem der meisten *snotty* Streetpunkbands
stark ab. Der Sound war ziemlich roh, dark und *ugly* - als einzigen Vergleich
dürften die frühen Stranglers vor ihrer "Black
And White"-Phase treffen.
Von diesem Album wurden 3 Singles ausgekoppelt: "Living
On Dreams", "Messing With
Your Heart" und "Get Out Of This Town".
More Depressions: "The Punk Rock
Collection" (1977-78)

![[Dead Boys]: We have come for your Children](deadboys_come.jpg)
[Dead Boys]
.::. We Have Come For Your Children - 1978 .::.
LP - urprünglich: Lolita Records (F), heute: Pyrovox Records - PVR 92805-00
Dead Boys aus Cleveland entstanden 1976 aus Rocket
From The Tombs. Sie zogen nach New York und spielten im CBGB's
etliche Hammerkonzerte, in denen sie sich - ihrem Debüt "Young,
Loud And Snotty" gemäß - auch so aufführten, Sänger
Stiv Bators hatte dem Publikum
gegenüber eine "Kiss-my-Ass"-Einstellung und dafür gab's
auch schon mal eins in die Fresse.-
Die Songs: "(I Don't Wanna Be No) Catholic Boy" mit Dee
Dee und Joey Ramone als Backgroundsängern,
"Tell Me" ist ein Rolling Stones-Cover,
mein Favorit ist und bleibt "Ain't It Fun", auf dem das böse
F*tze-Wort zu hören ist, im Jahre 1978 wohl mit ein Grund, dass die Platte
in nur Frankreich bei Lolita Records unter Vertrag kam, denn dort hält
man *Pussy* ja für'n Haustier. "Ain't It Fun" stammt
übrigens noch aus der Zeit von Rocket From The Tombs und wurde
von Peter Laughner mit geschrieben.
Highlights: "3rd Generation Nation", "Flame Thrower
Love", "Son Of Sam",
"Ain't It Fun"
More Dead Boys: "Young, Loud
And Snotty" (1977)
[Siouxsie and
the Banshees]
.::. The Scream - Dezember 1978 .::.
Highest UK-Chartposition: 20
LP - Polydor
Inkl. der Single "Mirage".-
Besprechung folgt....
More Siouxsie and The Banshees: "Nocturne"
(1983),
"Once Upon A Time" (1978),
"Through The Looking Glass"
(1987)
![[Blondie]: Parallel lines](blondie_paralel.jpg)
[Blondie]
.::. Parallel Lines - 1978 .::.
LP - Chrysalis
Chart-Position: #1 (UK), #9 (US), #9 (D)
Zurück auf der Überholspur... Das Platin-Album beginnt mit "Hanging
On The Telephone", der erfolgreichen Singleauskopplung, die erste
Single, die es in die für Blondie bisher unerreichte UK-Top Ten schaffte,
übrigens ein Song, den Jack Lee für die L.A.-Band The Nerves
geschrieben hatte. Eine coole New Wave-Hymne.
Wow, was hat diese Frau Verve. Merci, Cherie!
"Picture This" könnte man in den ersten Takten noch
als gefühlvolles Geträller abtun, aber dann zeigt Miss Harry,
was in ihr rumort: Oh yeah!
"Fade Away And Radiate" - ein sensibler Popsong? Das unterkühlte
Keyboard-Intro, die verzerrte Gitarre von Chris Stein und der Wechsel zum
Reggae zum Ende des Songs zeigen den schmalen Grat auf zwischen Pop und New
Wave-Klassiker. Blondie machen nie den Fehler des Ausverkaufs, sondern
liefern smart eins ihrer besten Werke ab.
Unbekanntes Highlight: "Will Anything Happen?"
More Blondie: "Blondie"
(1976), "Plastic Letters"
(1977),
"Eat To The Beat" (1979), "The
Best Of Blondie" (1979-1981)
[Televison]
.::. Adventure - 1978 .::.
LP - Elektra
UK Chart-Position: 10
Der "Marquee Moon"-Nachfolger.
Ein grandioses Album. Television konnten trotz ihrer New Yorker Jüngerschaft
in den USA kommerziell kein Land gewinnen und wurden in Grossbritannien gefeiert.
Musikalisch qualitativ gereift und "gelassener" produziert, zeigt
"Adventure" dass Verlaine zu den besten Songwritern
seiner Zeit gehörte.
Punkigster Song: die Single "Foxhole".
More Television: "Marquee
Moon" (1977)
[DMZ]
.::. DMZ - 1978 .::.
CD - Sire
Bostoner Punk-Urgestein, spielten schon 1976 im Rat-Club.
Die Platte ist ein guter Mix, mal Garage oder klassischen 70's Rock'n'Rollnummern
im Stile von Status Quo, aber in jedem Fall immer krachig im Stooges-Style.
More DMZ: "Live At The Rat"
(2 Songs, 1976), "Lift Up Your Hood"
(1977)
[The Lurkers]
.::. Fulham Fallout - 1978 .::.
CD - Captain Oi! AHOI CD 73
UK Chart-Position: #50
Die erste LP der Lurkers. Die 14 Tracks des Originals enhallent u.a.
die Singles "Shadow", "Ain`t
Got A Clue" und "I Don`t
Need To Tell Her". Die CD wurde von Captain Oi! mit 12 Bonus
-Tracks verfeinert, darunter zuvor unveröffentlichte Demo-Versionen und
Singles wie z.B. "Freak Show".
Der Sound hält sich an die einfache, aber wirkunsvolle Ramones-Formel,
also 1-2-3-4.
More The Lurkers: "God's Lonely
Men" (1979), "Punk Singles Collection"
(1977-99)
[The Saints]
.::. Eternally Yours - Mai 1978 .::.
LP - EMI
Entgegen der Linernotes der CD-Reissue, das Album wurde 1977 aufgenommen und
bis 1978 zurückgehalten.
More Saints: "I'm Stranded"
(1977), "Prehistoric Sounds" (1978)
[Nina
Hagen Band]
.::. Nina Hagen Band - 1978 .::.
LP mit Booklet - CBS Germany - 83136
Höchste deutsche Chart-Position: #11
Kurz nach Wolf Biermann aus der DDR "gezogen", gründete Nina
mit den Exmitgliedern der Politrockband Lokomotive Kreuzberg um Herweg
Mitteregger (dr) die Nina Hagen Band.
Der Opener "TV Glotzer" ist sicherlich eine Million mal als
Jingle in Dokumentationen verbraten worden, ist aber nicht von Nina, sondern
ein The Tubes-Cover von "White Punks On Dope". Nina
Hagen ist letzten Endes die bis heute bekannteste deutsche Punklady geworden,
das Album ein Klassiker, der sich nicht zu verstecken braucht.
Mit einer Covergestaltung von Fotografenlegende Jim Rakete.
More Nina Hagen: "unbeHagen"
(1979)
[999]
.::. 999 - März 1978 .::.
LP - United Artists
Highest UK-Chart-Position: # 53 (1 Week!)
Inklusiver der Single "Emergency"
und der Single-Flipside "No Pity".
Ach, wie nett man vom Cover guckt, das Cover hat den Charakter einer Benjamin
Blümchen-Torte aus dem Hause Coppenrath & Wiese. Doch Arschlecken,
999 haben hier eher die Punkküche gefegt, alles gute Zutaten: Zynismus,
Aggression, verzerrte Guitars und Drumbeats, die den Stranglers
alle Ehre machen würden. Dann noch was aus der Tonne gefischt und zuletzt
ein Popzuckerguss à la Buzzcocks.
Bon Appétit, You Sucker!
More 999: "Separates" (1978)
[Slaughter
And The Dogs]
.::. Do It Dogstyle - 1978 .::.
LP - Decca Records
Inklusive "Boston Babies"
+++ Besprechung folgt +++
More Slaughter And The Dogs: "Where Have All The Boot Boys Gone?" (Sg, 1977),
"Shocking" (1999)
[Venus & The
Razorblades]
.::. Songs From The Sunshine Jungle - 1978 .::.
Spark Rec.
Venus and the Razorblades ...
+++ Besprechung folgt +++ Besprechung folgt +++ Besprechung folgt +++
[The Saints]
.::. Prehistoric Sounds - November 1978 .::.
LP - EMI
Der kommerzielle Flop nach zwei erfolgreichen Alben.
More Saints: "I'm Stranded"
(1977), "Eternally Yours" (1978)
[Crass]
.::. The Feeding Of The 5000 - Okober 1978 .::.
Crass Rec (Eigenproduktion)
Besprechung folgt...Besprechung folgt...Besprechung folgt...Besprechung folgt...
More Crass: "The Second Sitting" (1978)
[Magazine]
.::. Real Life - Juni 1978 .::.
CD - Virgin Records CDV 2100
Highest UK-Chart-Position: 22
Howard Devoto (voc), Ex-Buzzcocks-Sänger
und Barry Adamson (b), John McGeoch (g, sax), Martin Jackson (dr) und
Dave Formula (key).
Highlight & Single-Auskopplung: "Shot
By Both Sides".
More Magazine: "Play"
(1980)
[Crass]
.::. The Feeding Of The 5000 / The Second Sitting -
1978 .::.
Crass Rec (Eigenproduktion)
Aufdruck auf der LP: Pay No More Than £ 2.00
Anarchist Punk Galore!
Besprechung folgt...
More Crass: "The Feeding Of The Thousand"
(1978)
[The Vibrators]
.::. V2 - 1978 .::.
LP - Epic - 701 805
Startet mit einem Raketeneinschlag - V2 wurde als Arbeitstitel also ernst
genommen. In Berlin aufgenommen, kommt "V2" härter,
schneller als das Debüt "Pure
Mania" und in der Produktion verstecken sich eine Menge elektronischer
Spielereien. Sägende Gitarren und messerscharfe Texte machen die Klasse
dieses Albums aus. Die Songs des Erstlings werden ja auf jeder Compilation
verbraten und sind bekannt, daher lege ich jedem Fan "V2"
noch vor "Pure Mania" ans Herz. Fazit: Weniger Power-Pop,
mehr Wut.
Auf der A-Seite gibt's "Nazi Baby" und die Vibrators spielten auf
der Bühne gerne mit Hakenkreuzen 'rum (wie auch Sioux Siouxsie
oder Sid Vicious). Der letzte Song "Troops Of Tomorrow"
überzeugt durch seine hypnotische, langsamere Art.
Highlights: to be continued...
More Vibrators: "Pure Mania"
(1977)
[Buzzcocks]
.::. Another Music In A Different Kitchen - März
/ Mai 1978 .::.
LP - United Artists
Die ersten 1.000 kamen in einer Plastiktasche mit dem "Produkt"-Aufdruck
raus (siehe rechtes Bild).
"Fast Cars", "No Reply", "Get On
Your Own", "Sixteen", "Fiction Romance",
"Autonomy", "I Need", allesamt hervorragende
Songs.
More The Buzzcocks: "Love Bites"
(1978), "A Different Kind Of Tension"
(1979),
"Operator's Manual" (1977-80),
"Going Steady" (1977-80)
![[Buzzcocks]: Another Music In A Different Kitchen](buzzcoc_another.jpg)
[The Stranglers]
.::. Black And White - 1978 .::.
CD - EMI
Die Bewertung dieses Ausnahme-Albums fällt äußerst schwer.
Gehen wir mal davon aus, dass Punk & Hässlichkeit sagen wir mal,
"Hand in Hand" gehen.
Mit zwei Bonus-Tracks: "Mean To Me" & der Coverversion
von "Walk On By".
Highlights: "Nice 'n Sleazy", "Walk On By"
Punkphase Stranglers: "Rattus
Norvegicus" (1977), "No
More Heroes" (1977),
"The Raven" (1979), "Rarites"
(Compilation 1977-82)
Wavephase Stranglers: "The Gospel
According to TheMenInBlack" (1981),
"La Folie" (1981), "Feline"
(1982), "Aural Sculpture" (1984),
"Dreamtime" (1986)
[Radio
Birdman]
.::. Radios Appear - 1978 .::.
LP - Trafalgar Records - 255958-1 (Mit Bonus-Songs)
Radio Birdman: Australische Punk-Pioniere, die schon seit 1974 zusammen
spielen. Allesamt ausgezeichnete Musiker, die Piano & Orgel (!) schnellen
Rock'n'Roll mit leichtem Boogie-Woogie-Einschlag spielen. Der Song "Man
With The Golden Helmet" hat sogar was von Doors' "Riders
On The Storm". Radio Birdman ist die härtere Variante
des typischen Siebzigersounds, aber nicht so grimmig und roh, wie z.B. die
Szene in USA oder England: Die Songs sind im Schnitt länger als 4 Minuten
und Gitarrensoli sind nicht verpönt.
Es geht mit "New Race" dann endlich mal die Post ab, was
aber das letzte Stück der A-Seite der Export-LP ist. Auf der australischen
LP gibt es noch "Monday Morning Gunk" als Bonus, welches
schon mehr knüppelt als folgende "Love Kills", wieder
ziemlich getragen nach Machart eines The Doors-Stückes.
More Radio Birdman: "Living
Eyes" (1981)
[The Dictators]
.::. Bloodbrothers - 1978 .::.
CD - Dictators Multimedia (Orginal Release als Elektra / Asylum)
Die 3. Platte der Dictators. Das Riff von "Minnesota Strip"
wurde übrigens von Danzig geklaut,
und zwar für "Snake of Christ" auf dem Album "Danzig
II - Lucifuge".
More Dictators: "Go Girl
Crazy!" (1975), "Manifest
Destiny" (1977), "D.F.F.D."
(2001)
[Wire]
.::. Chairs Missing - April 1978 .::.
LP - Harvest Records - SHSP 4093
Minimalistisch. Verspielt. Schräg. Uneinordbar.
Eine Wire-Platte zu beschreiben, ist nicht einfach.
Assoziationen?
Can!
Highlights: "Outdoor Miner",
"I Am The Fly"
More Wire: "Pink Flag"
(1977)
[Suburban Studs]
.::. Slam - 1978 .::.
LP - Pogo - POW 001
(Re-Release als CD auf Anagram Rec. mit Bonustracks)
Suburban Studs wurden 1976 in Birmingham gegründet. "I Hate School" war ebenfalls als Single ein Erfolg, dazu
noch eine Coverversion von The Whos "My
Generation".
+++ Rezension folgt +++
More Suburban Studs: "No Faith" (1977)
![[The Jam]: All mod cons](jam_allmod.jpg)
[The Jam]
.::. All Mod Cons - November 1978 .::.
LP - Polydor
Höchste UK-Chartposition: #6
The Modfather Weller - mit "All Mod Cons" zeigen sich
seine Songwriter-qualitäten in den Melodien, die er mittlerweile mit
sozialkritischen Texten verbindet. Die Vergleiche zu Ray Davies drängen
sich auf, nicht nur durch das Kinks-Cover "David Watts".
Weller beginnt, sich zur politischen Linken zu bekennen und konfrontiert
Spießbürger à la "Mr. Clean", denen er
anrät, lieber die Straßenseite zu wechseln, sonst werde er dessen
Kopf in den Dreck stecken. Weller hat ein für ihn typisches Timbre in
der Stimme entwickelt und zeigt diese in der leidenschaftliche Ballade "English
Rose". Am Ende von "In The Crowd" driftet die Gitarre
in psychedelische Gefilde ab, Teile des Bandes laufen rückwärts,
ein Effekt, den sowohl die Beatles als auch The Only Ones auf
"The Immortal Story" benutzt
haben.-
Kompromisslos ehrlich und leidenschaftlich schreibt er über das Lebensgefühl
im England seiner Zeit. Eher noch als das Debüt "In The City"
ist "All Mod Cons" die beste Platte von The Jam, die
zur *Voice of a Generation* herangewachsen sind.
More The Jam: "In The City" (1977),
"This Is The Modern World"
(1977),
"Setting Sons" (1979),
"Sound Affects" (1980),
"The Gift" (1982)
[999]
.::. Separates (UK) - 1978 .::.
Nach dem eher sauberen Album "999" nun eine Scheibe
der Sonderklasse: Da wird sich nonchalant in "Homicide" zu
'I believe in homicide ' bekannt, dazu das göttliche Gitarrensolo, der
Song ist catchy und grooved-to-the bone. "Let's Face It"
und das Mini-Hörspiel "Crime Part 1 / Part 2" offenbaren
die Entwicklung, die 999 durchmachen, teils so aggressiv wie die frühen
Strangles, so poppig wie Buzzcocks.
Jazziges Gewaber in "Crime Part 2" und erneut jazz und Funkelemente
in "Feeling Alright With The Crew", der Song beginnt lasziv,
wechselt zu nölig und endet chaotisch. Eines der besten Alben in '78.
PS: Kam als "High Energy Plan" mit anderem Tracklisting in
den USA raus.
More 999: "999" (1978)

![[P.I.L.]: Public Image Limited](pil_firstissue.jpg)
[Public Image Limited]
.::. Public Image Limited - 1978 .::.
Höchste UK-Chartposition: 15
LP - Virgin
Inklusive der Single "Public Image Limited", haha, wie originell.
Alles, was nach dem Ende der Sex Pistols
übrig blieb, war, das sich Johnny Rotten wieder Johnny Lydon
nannte und weiterhin Kohle machte.
More P.I.L.: "Second Issue"
(1979), "Bad Life" (Mx, 1984)
![[The Forgotten Rebels]: In Love With The System (1978)](forgotrebel_love.jpg)
[The Forgotten
Rebels]
.::. In Love With The System - 1978 .::.
LP - Star Records - SR 1846
Die Produktion ist von 1978, auch wenn im Netz verschiedene Erscheinungsdaten
kursieren. The Forgotten Rebels aus Kanada mit Frontmann Mickey
Desadist.
Inklusive der Top-Songs "I Think Of Her" und "In
Love With The System",
'ner Coverversion von The Whos "The
Kids Are Alright", hier als "The Punks Are Alright"
und "Fuck Me Dead".
Die Texte sind ziemlich schräger Humor, so z.B. über Boat-People
aus Vietnam im Song "Bomb The Boats And Feed The Fish" heißt
es:
"I don't want no foreign Pricks to take my Job away from me
My Tax Dollars paid their Ransom, would they do the same for me?
I don't, I don't want them in my home
I don't, I don't want them finding me alone
They're Commies, Sub-Human Subversives
They're Commies, human living Curses
They got nowhere to go so let them drown
I don't want them around so let them drown
Let's bomb the Boats and feed the Fish
Gulls peck Flesh from rancid Stiffs decaying on the deep blue Sea
Bits and Pieces here and there, bomb them far from my Country
Do you, do you want them in your home
Do you, do you want them finding you alone?..."
Und nicht gerade begeistert sind Rockabillys und Teds über diese Zeilen
aus
"Elvis Is Dead":
"Elvis is dead, Elvis is dead
The big fat Guy is dead, dead, dead
Elvis is dead, Elvis is dead
The big fat Goof is dead, dead, dead
Millions of Assholes mourned his Death
I'm gonna steal his body from the Place of Rest
Give him back in PIeces when the Ransom's paid
Leave his Hypodermics where the Moneys laid
...
Elvis is dead, Elvis is dead
Spend your Money on our Records instead!".-
[Alternative TV]
.::. The Image Has Cracked - 1978 .::.
LP - Deptford Fun City Records
Mark P. - bekannt als Herausgeber von "Sniffin'
Glue" und sein Bandprojekt.
Besprechung folgt...
More Alternative TV: "How Much
Longer?" (1977), "Strange
Kicks" (1981)
[X-Ray Spex]
.::. Germ-Free Adolescents - November 1978 .::.
LP - EMI Records
Re-Release: CD im Digipack - Sanctuary Midline - SMBCD 378
Es wurden "Oh Bondage Up Yours!", "The
Day The World Turned Day-Glo" und "Germ-Free
Adolescents" als Singles ausgekoppelt. Vor allem beim Song "Identity"
kann man X-Ray Spex-Sängerin Poly Styrene als weibliches
Gegenstück zu Johnny Rotten erkennen - eine der besten Punkrock-Sirenen
ever!
Rezension folgt...
![[The Only Ones]: The Only Ones](onlyone_st.jpg)
[The Only
Ones]
.::. The Only Ones - 1978 .::.
CD - Columbia - 477379 2
Sänger Peter Perrett hat mit seiner Vorgängerband England's
Glory bereits 1973 das gleichnamige Album "England's Glory"
herausgebracht. The Only Ones kamen aus London und waren schon nicht mehr
die jüngsten. Das Debüt "The Only Ones" kam bei
CBS heraus, nachdem man mit "Lovers
Of Today" als Independet-Single Erfolg hatte. The Only Ones produzierten
dieses und den ebenfall hervorragenden Nachfolger "Even Serpents Shine"
auschließlich selbst und hatten damit Erfolg.
Das Album beginnt mit einem ziemlich ruhigen, romantischen Song, was die meisten
Punks eher irritieren wird, dazu hat "The Whole Of The Law"
auch noch Saxophon-Begleitung! Nur jedes zweite Stück hat den Punkrock-Drive,
aber Sänger / Songwriter Peter Perrett steht im Grunde auf tragisch-romantische
Texte und getragene Balladen. The Only Ones sind also eher was für
Fans von Power-Pop und Gitarrenlastigem New Wave. Für kommende Wave-Bands
waren die Only Ones sicherlich ein Vorbild. Wer also einen Sound zwischen
Buzzcocks (Tempo, Melodie) und den Psychedelic Furs (nasales Genuschel) sucht,
macht mit diesem Werk nix verkehrt.
Der wohl größte Hit ist und bleibt "Another Girl, Another
Planet". Das dritte Stück, "Breaking Down"
überrascht mit einem jazzigem Grundgerüst. Der wohl "härteste"
Song bleibt "Language Problem".
Highlights: "Another Girl, Another Planet", "City
Of Fun", "Creature Of Doom", "Language Problem"
More The Only Ones: "Lovers
Of Today" (Sg, 1977), "Special
View" (1977-79)