[Turbonegro]
.::. Party Animals - 2005 .::.
CD im Pappschuber - Burning Heart Records - BHR 1039-2
Gute Produktion, aber die Songs bleiben auf einem 70er/80er-Jahre - Level
(wie auch schon die Entwicklung bei den Hellacopters). Heraus gekommen sind
poppige Songs mit den betont witzigen Texten unter der Gürtellinie. So
in "Blow Me (Like The Wind)": "I gave you my candle,
would it be too hot to handle, if I ran an election, would you support my
erection?" Ansonsten, trotz und gerade wegen der guten Produktion - das
ganze ist nicht mehr so dreckig und frech gemeint wie zu "Ass
Cobra"-Zeiten. Daher wirkt das ganze ein bischen berechenbar und enttäuscht
zunehmends.
More Turbonegro: "Never Is Forever" (1994), "Ass Cobra"
(1996),
"Apocalypse Dudes" (1997), "Turbonegro - The Movie" (DVD),
Turbonegro-Tribute: "Alpha Motherfuckers"
(2001)

[Peter Pan Speedrock]
.::. Spread Eagle - 2005 .::.
CD - Bitzcore
Hollands Antwort auf AC/DC & Motörhead.
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++
[Brain Failure]
.::. American Dreamer - September 2005 .::.
LP - "I Used To Fuck People Like You In Prison" Records - PRISON
098-1
Mittlerweile Chinas bekannteste Punkrocker - klingen (so gut) wie Rancid.
Einige gute Skapunkstücke.
Rezension folgt...
16 Tracks: "That's What I Know", "Stay Free", "Second Hand Pogo", "Played", "Coming To The USA", "Fun And Fight Tonight", "Holy Bullshit", "Summer Afternoon";
b/w
"8899", "Give Me The Cash", "Oi! Man", "Human", "Such A Dangerous", "Hangout Tonight", "Come Together", "New York City";

![[Tommy Gutless]: Death, Honor or Glory Bound](tommygutles_death.jpg)
[Tommy Gutless]
.::. Death, Honor Or Glory Bound - 2005 .::.
CD - Street Anthem Records - SAR013
Im Norden von Pittsburgh ("The Steel City") im Jahr 1999 gegründet,
erspielten sich Tommy Gutless Jahr für Jahr ein größeres
Publikum. Sänger Bryan, selbst Skinhead, hat seine eigenen Wurzeln
tief im Working Class-Bewusstsein, die Texte sprechen somit für sich
und sind übrigens alle kommentiert. Wer jetzt aber reinen Oi! / Streetpunk
erwartet, hat sich geschnitten. Der Sound ist allerbester amerikanischer Punkrock,
mit vielen guten Songs. Wenn man Social Distortion mit den frühen
Dropkick Murphys (aber ohne die typisch irischen Folkelemente) mischen
würde, kann man den Sound von Tommy Gutless ganz gut umschreiben.
Doch ich keine Angst, die Band bedient sich nicht (wie so manche andere Leichenfledderer)
an den geistigen Ideen ihrer Vorbilder, sondern hat hier ein gutes Album auf
die Beine gestellt, das mit jedem Hören mehr ans Herz wächst.
[The Mars Volta]
.::. Frances The Mute - März 2005 .::.
CD
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++
More The Mars Volta: "De-Loused
At The Comatorium" (2003)
[Use To Abuse]
.::. Jesus Made My Rock'n'Roll - 2005 .::.
CD - XNO Records - XNO 06-24-2
LP - Broken Heart Records - BHeart 08 - 26. Februar 2006
500 Stück in zweifarbigem Vinyl
Use To Abuse aus Regensburg. Sleazer-Schweine-Punk'n'Roll, nahe am
skandinavischen Vorbildern, kann sich hören lassen.
Highlights: "Ain't Got Nothing To Do With You", "Worry",
"Hole In The Head", ...
[The Generators]
.::. Winter Of Discontent - 2005 .::.
LP - People Like You - Prison 090-1
CD - People Like You - Prison 090-2
US-Release: CD - Sailor's Grave - 10
Wurde in Deutschland schon 2005 veröffentlicht, im Heimatland aber erst
im August 2006.
Die A-Seite in gewohnter Bestform, die B-Seite wird ein bischen melancholischer, epischer.-
Highlight: "Walking Away"
11 Tracks: "Walking Away". "Here I Go", "Who Is Going To Save The World?", "Setting Sail", "Crawling On Top", "Room With A View", "Lost In Transition", "From A To Z", "In Memory Of", "Ten Days Away", "Raining Ashes", "All Brand New";
More The Generators: "Welcome
To The End" (1998),
"Ninety
Nine" (1999), "Burning Ambition" (2000),
"Excess, Betrayal... And Our Dearly
Departed" (2003), "The Great Divide" (2007),
"Between The Devil And The Deep Blue Sea" (2009), "Last Of The Pariahs" (2011)

[Barcode]
.::. Showdown - 2005 .::.
CD - Nuclear Blast - NB 1425-2
Barcode verlegen die U.S.-HC-Küste mal eben nach Dänemark. Fetter Sound in bester Aggrolaune und auch textlich sehr dicke Hose: Barcode sind die Macker... ...and Fuck the Rest. Leider vollkommen ohne humorvolles Augenzwinkern, bis auf "Make My Day", in dem sowohl DJ Ötzi (!), Dieter Bohlen (!!), Stevie Wonder, Céline Dion, Claudia Schiffer und die Deutsche Fußball-Nationalelf gedisst werden (für diese Art von Humor gibt es einen Stern Abzug). Ganz ordentlich: Die Kampfansage an G. W. Bush in Form des Berserkersongs "Fanatics" und als Schlusspunkt eine "I'm A Rebel"-Coverversion des alten Accept-Songs von 1980. Druckvolle und gut gemachte 16 Songs in 35 Minuten - leider etwas klischeehaft tough. Wer auf traditionellem NY-Style steht, zugreifen.
![[Billy Idol]: Devil's Playground (2005)](billyidol_devil.jpg)
[Billy Idol]
.::. Devil's Playground - März 2005 .::.
CD - Sanctuary Records - SANCD 339
Wer hat sich denn da selbst ausgegraben? Billy Idol, der gestählt durch ein Dutzend Personal Trainer im Deutschen Fernsehen nur noch ohne Hemd auftritt, um seinen Sixpack in die Linse zu halten. Auch wieder mit an Bord: Gitarrist Steve Stevens. Was "Devil's Playground" zu einer guten Platte macht, ist die Rückkehrt zum Punkrock: "Super Overdrive" und die Single "Scream" rocken schön Oldschool, "World Comin' Down" ist eher moderner Punkpop und leicht beim Kiddie-Fun-Lager (Sum 41, Blink 182) angelehnt. Track 4 "Sherri" knüpft dann schon eher beim Achtziger Jahre Idol-Pop an und "Plastic Jesus" ist eine sanfte Ballade mit Steel Guitar. Mit "Lady Do Or Die" betritt Idol ungewohnte Pfade: eine Country-Popballade, garantiert inspiriert durch das aktuelle Johnny Cash-Revival.
Alles in allem eine gelungene Mischung, die die Fans aller Idol-Phasen zufrieden stellt.
Highlights: "Super Overdrive", "Scream", "World Comin' Down"
More Billy Idol: "Generation X" (1978), "Best of Billy Idol" (1988),
"VH-1 Storytellers" (DVD)
![[Slapshot]: Tear It Down (2005)](slapshot_teardwn.jpg)
[Slapshot]
.::. Tear It Down - Februar 2005 .::.
Enhanced CD - Thorp Records - TR 50
Choke (Slapshot-Shouter Jack Kelly) hat echt ein Gespür für politisch-unkorrekte Verbal-attacken: "Fuck New York" und "Rap Sucks" sind mal wieder nix für Bedenkenträger, denn
in letzterem meint er "You look like shit and you talk like shit, one day I hope someone shoots you in the face" (Das gilt für Leute, die ihre Baseballkappe verkehrt 'rum tragen). Dann habe ich aber laut aufgelacht, als das verächtliche "Yo, Yo, Yo" von Choke kam, das wirkt eher wie eine Persiflage. "Fuck New York" ist auch nicht ernst zu nehmen: "Fuck
Guiliani (Bürgermeister), Fuck Sex In The City, Fuck Andy Warhol, Fuck Woody Allen"? "Fuck Times Square, Fuck CBGB's"? Trotzdem eine gute Scheibe: Kraftvoll, wütend, laut und überheblich. Slapshot eben.-
Stefan: Keine Gefangenen, ohne Rücksicht auf Verluste!
More Slapshot: "Step On It / Back On The Map" (1986/1988), "16 Valve Hate" (1996)
![[The Last Resort]: Resurrection (2005)](lastresort_resurec.jpg)
![[Dropkick Murphys]: The Warrior's Code (2005)](dropkick_warior.jpg)
<< Platte des Monats Juni >>
[Dropkick Murphys]
.::. The Warrior's Code - Juni 2005 .::.
Digipack mit Bonustrack - Hellcat Records 04722
Aus Boston steuert das Flagschiff Dropkick Murphys bei rauher See den Punkrockhafen an: Celtic Punk Galore! Ein gereiftes Album, das sowohl augenzwinkernd mit "...Pop Punk tough Guys with Neck Tattoos..." abrechnet (in: "Wicked Sensitive Crew"), als auch den aggressiven Uptempo Hardcore-Knüppel schwingt ("Citizen C.I.A."). An den richtigen Stellen warten wieder aufgepeppte Traditionals ("Captain Kelly's Kitchen") und die passenden Coverversionen: Zum einem wurde von Woody Guthrie dessen "I'm Shipping Up To Boston" so genial umgesetzt, dass es sogar von Martin Scorseses in seinem Topthriller "The Departed" verwendet wurde, zum anderen covern die Dropkicks auch "The Auld Triangle".
Als
Bonustrack für Europa gibts "Tessie".-
More Dropkick Murphys: "Do Or Die" (1997), "The Gang's All Here" (1999),
"Mob Mentality" (Split mit The Business, 2000), "Sing Loud, Sing Proud" (2000),
"Live On St. Patrick's Day" (2002), "Blackout" (2003), "The Meanest of Times" (2007)
[The Movement]
.::. Revolutionary Sympathies - 2005 .::.
CD - "CD Extra" mit Bonus-Clip - Aggropop 15 / Destiny 120
+++ Besprechung folgt +++
12 Tracks: "Karl Marx", "More Products", "No Regrets", "Revolutionary Sympathies", "My Street", "A Little Rain", "Is That Love?", "Me And You", "Something 'bout Reality", "If You're Turning To Go", "So Alone", "Watching All Trains Leave The Station"
More The Movement: "Move!" (2003)
[Normahl]
.::. Voll Assi - 2005 .::.
CD - Foobar Music / SPV - CD 085-14292
Normahl sind: Manny Rutzen (b), Mick Scheuerle (g), Lars Besa (voc),
Scobo Skobowsky (dr)
Meines Erachtens gab es immer schon schlechten Deutschpunk, aber wenn sich nach über zwanzig Jahren ein so simpler und überflüssiger Sound noch immer hält, dann muss es wohl einen Markt für so'n Dünnpfiff geben. Fazit: Das Allerletzte im Jahr 2005.
14 Tracks: "Friss und stirb", "Fuck You Very Much", "Nie zu spät", "Grade stehn", "El Kaida-Shuffle", "Hartz IV", "Das Leben der Maschinen", "Sonne im Dezember", "Wein und Tabakdunst", "Nie genug", "Ding Dong Punk Rock Song", "Ich brauch mein Suff", "Es ist und bleibt ein langer, harter Weg", "Iss nix Fisch mit Messer";