





![[Sparta]: Porcelain (2004)](sparta_porcel.jpg)
[Sparta]
.::. Porcelain - Juli 2004 .::.
CD - Geffen Records
Nach dem At The Drive-In-Split
2001 bekam die Welt nun 2 Königskinder - nämlich The Mars Volta
und Sparta, bestehend aus den alten ATDI-Bekannten Jim
Ward, Tony Hajjar und Paul Hinojos sowie den dazu gestoßenen
Matt Miller. Beide Bands wurden von der Fangemeinde äußerst hoffnungsschwanger
erwartet. Der Titel "Porcelain" verrät, dass es nun
etwas "graziler" weitergeht. Auch wenn der Sound noch mitreißend
und intensiv ist - Sparta machen Pop - melodiösen, ausschweifenden,
anpruchsvollen Hardcore-Pop. Da wird gefühlt und gemeint, nachgedacht
und gegreint.
Ein gutes Album, aber es fehlt doch der durchgehende Wumms, da bewährte
Hardcore-Elemente, die man auch an At The Drive-In gemocht hat, hier
in einer gewaltigen Produktion eher nur vereinzelt und schmückend eingesetzt
werden. Alte Größe und Härte findet man in "Guns Of
Memorial Park" und "End Moraine". Eher balladenhaft
wirken das phantastische "While Oceana Sleeps" und das sensible
"Lines In Sand".
Highlights: "Guns Of Memorial Park"
Good Ol' Times -> At The Drive-In: "in/casino/out"
(1998), "Vaya" (1999),
"Relationship Of Command"
(2000)

![[Hot Water Music]: The New What Next (2004)](hwm_whatnext.jpg)
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Platte des Monats Oktober >>
[Hot Water Music]
.::. The New What Next - Oktober 2004 .::.
CD - Epitaph - 6722-2
Das geniale Cover erneut vom genialen SINC.
Der Opener "Poison" in gewohnter HWM-Manier, hart und vielstimmig,
und beim Follow-Up "The End Of The Line" wird noch mehr Gas
gegeben. Doch bei "My Little Monkey Wrench" wird langsam klar, dass
beim Gesang ein starker Schwenk in Richtung EMO (ja, das böse E-Wort)
erfolgen wird. Melodie-um-Teufel-komm-raus, (etwas) weniger von den heiss
geliebten heiseren Vocals. Die Gitarren jedoch genial wie immer, bei "Under
Everything" gelingt HWM der ganz große Wurf. "Keep
It Together" ist da schon eher ein schwer verdaulicher Wall-Of-Sound,
und von da wird die Platte auch etwas anstrengend. Haben HWM eine Art
Emo-Oper versucht?
Mehrfaches Hören ist wohl angebracht....
Punkrock dann noch kurz vor Schluss: Song 11 "This Early Grave"
reißt wieder raus.
More HWM: "Never Ender"
(1995-98), "Fuel For The Hate Game"
(1997),
"Forever And Counting" (1997),
"BYO Split Series 1 with Leatherface"
(1999),
"A Flight And A Crash"
(2001), "Caution" (2002),
"Alkaline Trio / HWM-Split EP"
(2002)
![[Dean Dirg]: Sex, Love & Rock'n'Roll (2004)](socialdist_sex.jpg)
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Platte des Monats November >>
[Social Distortion]
.::. Sex, Love & Rock'n'Roll - Oktober 2004 .::.
Time Bomb Records - 78838-2
Für den europäischen Markt wurde diese CD mit Bonus-Track ausgestattet: "Mommy's Little
Monster", der auch auf der "Live in Orange County"-DVD zu finden ist. Vom Opener "Reach For The Sky" über "Highway 101" und "Don't Take Me For Granted" - der typische SD-Sound wurde verfeinert und zehn großartige Songs abgeliefert.
Was die Platte jedoch zu einem reifen "Alterswerk" macht: Mit "Footprints On My Ceiling" schaltet Mike Ness gleich mehrere Gänge runter und zeigt sich verletzt und einsichtig.
Das größte Manko der Platte jedoch ist - sie kann "White Light, White Heat, White Trash" aus dem Jahr 1996 nicht toppen - weder in Produktion, Tempo oder Härte. Was die teilweise enttäuschten Die-Hardfans (aus meinem persönlichen Umfeld) aber übersehen, dieses Album hätte mit wenigen Veränderungen genau so wie 1996 klingen können - doch Ness hat hier selbst gemixt und zusammen mit Cameron Webb diese Produktion zu verantworten. Herausgekommen sind Songs, von denen jeder eine echte Perle ist.
Highlights: "Reach For The Sky", "Highway 101",
"Don't Take Me For Granted""Winners And Losers", "Angel's Wings"
More Social Distortion:
"Mainliner" (1981), "Mommy's
Little Monster" (1982), "Prison
Bound" (1988),
"Social Distortion" (1990),
"Somewhere Between Heaven and Hell"
(1992),
"White Light, White Heat, White
Trash" (1996), "Live at the Roxy"
(1998)
"Live From Orange County"-DVD (2003)
More Mike Ness: "Cheating At Solitaire"
(1999)
![[Social Distortion]](../lg/socialdist_lg_bg.jpg)
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Platte des Monats März >>
[Leatherface]
.::. Dog Disco - März 2004 .::.
CD - BYO Records - BYO 094
Wer hat eine Stimme wie ein Reibeisen, hat ein Gespür für sperrige
Ohrwürmer, kombiniert geniale Licks mit nachdendlichen Texte und entzieht
sich jeder Kategorisierung?
Die Lösung: Es ist Frankie Stubbs, der "Songwriter" des Punkrock.
Das neue Album "Dog Disco" ist ein Schritt nach vorne nach
dem eher unausgegorenem "Horsebox".
Auf "Raga" singt erneut Drummer Andrew Laing einen Song,
so wie bereits auf "Horsebox"
- erneut ein Titel, den er mitgeschrieben hat und der sich hinter den Stubbs-Kompositionen
nicht zu verstecken braucht. Und Bassist Davey Burdon steuert mit "Rabbit
Pie Alibi" ebenfalls einen eigens gesungen/geschriebenen Song bei.
More Leatherface:
"Cherry Knowle" (1989), "Fill
Your Boots" (1990), "Mush" (1991),
"Minx" (1994),
"The Last" (1994), "BYO
Split Series Volume 1" (1999), "Horsebox"
(2000)
![[Leatherface]](../lg/leatherfac_lg_bg.gif)

![[The Vandals]: Hollywood Potato Chip](vandal_holly.jpg)
[The Vandals]
.::. Hollywood Potato Chip - Juni 2004 .::.
CD - Kung Fu Records 78829-2
Es ist eine Schande, das dies die einzige Vandals-Scheibe ist, die
hier besprochen wird. Gegründet 1981 in Huntington Beach, Orange County,
CA, gehören die Vandals zur allerersten Riege der Hardcore-Punks.
Sie sind sind seit ihrer Gründung in Originalbesetzung und ihre erste
EP hat Epitaph herausgebracht. Ihr eigenes Label Kung Fu Records gibt's
jetzt auch schon seit 1996.-
Die Texte sind sehr witzig und vor allem ironisch gemeint. The Vandals
finden die Melodien ("Manimal", "My Special Time",
"Designed By Satan"), die Paul McCartney noch nicht
geschrieben hat. Um aber nicht als Weicheier zu gelten, hauen sie ordentlich
rein ("How They Getcha", "Dig A Hole").
Härter als die Queers, genau so
bekloppt wie Circle Jerks. Einfach
klasse. Mit einer Coverversion von Queen's "Don't Stop Me Now".
Und für brave kleine Europäer gibt's noch einen 14. (Bonus-) Track
"Steal The Flag".
More Vandals: "The Quickening"
(1996), "Hitler Bad, Vandals Good"
(1998),
"Look What I Almost Stepped In"
(2000)
[The Descendents]
.::. Cool To Be You - März 2004 .::.
CD - Fat Wreck Chords
Nach fast 7 1/2 Jahren mal wieder ein Lebenszeichen, diesmal auf Fat Wreck.
Rezension folgt... Rezension folgt... Rezension folgt... Rezension folgt...
More Descendents: "Everything Sucks"
(1996)
[The Queers]
.::. Summer Hits No. 1 - Oktober 2004 .::.
CD - Doheny Records / Suburban Home Records - SHM 8041
15 Songs, die neu eingespielt worden sind, denn von der Urbesetzung ist nur
noch Joe Queer übrig. 14 Queers-Klassiker plus 2 Coverversionen
wie Angry Samoans "My Old
Man's A Fatso" und The Whos "The
Kids Are Alright", welches schon 1997 auf dem Lookout-Sampler "More
Bounce To The Ounce" erschienen ist.
Textprobe: "I took her to the drive-in, she looked so sweet,
I tried to fuck her, but she fell asleep..." aus "Monster Zero".
"Monster Zero", "Love
Love Love", "Another Girl ",
"I Wanna Be Happy",
"Like A Parasite", "Psycho
Over You", "Punk Rock Girls",
...
More Queers: "Love Songs For
The Retarded" (1993),"Don't
Back Down" (1996),
"Punk Rock Confidential"
(1998), "Pleasant Screams"
(2002)
[Beatsteaks]
.::. Smack Smash - 2004 .::.
CD - Epitaph 871409-26714-2-1
2 Singleauskopplungen: "Hello Joe" und"I Don't Care
As Long As You Sing".-
Highlights: "Hello Joe", "Hand In Hand",
"I Don't Care As Long As You Sing", ...
More Beatsteaks: "Launched"
(1999), "Living Targets" (2002)
Read this: Das Beatsteaks-Interview
[Dean Dirg]
.::. ...The Last Kid On The Block - März 2004 .::.
LP - Stereodrive / Green Hell - STD! 035
Leider kann man das absolut grauenhafte Neongelb des Covers nicht auf Monitoren
nachbilden, pfui Spinne, was für ein häßliches Cover. Drinnen
ist jedoch allerbester Hardcore, Dean Dirg halt, die Lieblinge von Anti-Heroes.Com.
Vierzehn neue Songs mit hoher Oktanzahl.
More Dean Dirg: "9 Refreshing
Ways..." (2001), "Dean Dirg"
(2002), Interview, Live
![[Spermbirds]: Set an Example (2004)](spermbrd_examp.gif)
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Platte des Monats Juli >>
[Spermbirds]
.::. Set An Example - 2004 .::.
CD - Common Thread Records - CTR 01
Von 1977-2004 erschienen 300 Hefte "Cerebus the Aardvark"
(Erdferkel und Fantasy-Held, neben dem Conan der Barbar wie der Milchmann
wirkt), mehr als 6.000 Seiten in 16 Schwarzweißbänden, der Autor
ist Dave Sim. Und dieses Erdferkel ziert hier erneut das Cover der
neuen Spermbirds-CD, so wie einst schon auf "Something
To Prove".-
Die Spermbirds galten Mitte der Achtziger als Speerspitze des deutschen Skatepunks,
ein Begriff, den heute, zwanzig Jahre später, die Skater selbst schon
nicht mehr in den Mund nehmen (dafür aber gerne mal eine Handvoll Erde,
haha). "Set An Example" ist Hardcorepunk allerbester Schule.
Mehr von Lee Hollis (mit Steakknife):
"Godpill" (1995), "Songs
Men Have Died For" (1997),
"Plugged Into The Amp Of God"
(2000), "Stuff 1991 - 2004" (2004)
More Spermbirds: "Something To
Prove" (1986), "Nothing Is Easy"
(1987),
"Common Thread" (1989)
Read this: Das Spermbirds
-Interview
[Rocket From
The Tombs]
.::. Rocket Redux - Februar 2004 .::.
CD - Smog Veil - GRCD 593
Nach über 30 Jahren ein Lebenszeichen! Ergänzt um Televisons
Richard Lloyd fanden sich die Ur-RFFT wieder zusammen, um dieses
Hammeralbum einzuspielen. Orginal-Sänger David Thomas, Cheetah
Chrome und Craig Bell in Höchstform! (leider nicht mehr: Peter
Laughner + 1977, Stiv Bators
+ 1990). Ergänzt um Drummer Steve Mehlman (Pere
Ubu) und Richard Lloyd schafft es die Rakete aus der Gruft, die
alte Cleveland-Krachstimmung zu reproduzieren. Die Kritik für diese Platte
weicht in nichts von dem ab, was auch schon über die
Dead Boys geschrieben worden ist.
Nostalgie + Lautstärke + Erregung = Höchstwertung
More RFFT: "The Day The Earth
Met The Rocket From The Tombs" (1975)

![[Lars Frederiksen And The Bastards]: Viking (2004)](larsfrederik_vikin.jpg)
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Platte des Monats August >>
[Lars Frederiksen And The Bastards]
.::. Viking - Juli 2004 .::.
CD im Digipack - Hellcat Records - 0467-2
Produced by Tim Armstrong
Stefan Jordan: Wie kann man nur Frauen auf solch eine schäbige und entwürdigende Art und Weise zur Schau stellen? Pfui... ekelhaft!!!!
Jason Baton: Was, die 25 nackten, sich in allen möglichen Posen räkelnden jungen Schicksen im Booklet? Hab' ich gar nicht wahrgenommen (haha). Glücklicher Lars. Seine zweite Solo-Scheibe beginnt mit einem Punk'n'Roll-Kracher, der es in sich hat: "Bastards". Viele stark Rock'n'Roll-geprägte Werke folgen - u.a. die Coverversionen "Marie Marie" (von den Blasters, vom 1980er Album "American Music") und "For You" (Anti-Nowhere League). Den anderen großen Anteil haben Uptempo-Punkraketen à la Rancid: "Skins, Punx And Drunx", "Fight", "Blind Ambition". Also steht Lars mit einem Bein im Streetpunk- mit dem anderen im hart rockenden, verschwitzten Biker-Lager. Gute Akzente gibt es alle Nase lang: So philosophieren Lars und Tim Armstrong bierseelig ein Pogues-Saufgelage in "My Life To Live".
Fazit: Abgeklärt cooler Kiss-my-Ass-Rocker!
More Lars Frederiksen And The Bastards: "Lars
Frederiksen And The Bastards" (2001)
<< Platte des Monats September >>
[Green Day]
.::. American Idiot - September 2004 .::.
CD - Reprise Records - 9362-48777-2
+++ Rezension folgt +++
Highlights: "American Idiot", "Holiday",
Grammy-Gewinner: Rock-Album des Jahres.
More Green Day: "Dookie" (1994)
[Gluecifer]
.::. Automatic Thrill - 2004 .::.
CD - SPV / Steamhammer - SPV 085-69512 CD
Der Opener "Automatic Thrill" rockt mal ganz Gluecifer-untypisch:
Hier erwartet Euch ein fetter Sound wie von Monster Magnet. Dann folgt "Take
It" in gewohnter Rotzrocker-Manier. Auch bei "Call From The
Other Side" kommen wieder psychedelische Töne ins Spiel.
More Gluecifer: "Ridin' The Tiger"
(1997), "Soaring With Eagles At Night..."
(1998),
"Head To Head Boredom" (1999),
"Tender Is The Savage" (2000),
"Basement Apes" (2002)
[Frontkick]
.::. Underground Stories - Oktober 2004 .::.
LP - Knock Out Records - KOLP 188
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++ Rezension
folgt +++
Read This: On The Road - One
Man Army/Frontkick live
[Die Hunns]
.::. Long Legs - März 2004 .::.
Enhanced CD im Digipack - People Like You Records - Prison 085-2
Licensed from Disaster Records
Mit QuickTime Video von "Hate & Love" und drei Coverversionen:
"Time Has Come Today" von der US-Soulgruppe The Chambers
Brothers (1967), Wipers' "Tragedy"
und Sex Pistols' "Did You No Wrong".-
+++ Rezension folgt +++ Rezension folgt +++ Rezension
folgt +++
More Die Hunns: "Live Fast"
(2007)


![[Blood For Blood]: Serenity (2004)](bloodfrblod_seren.jpg)
[Blood For Blood]
.::. Serenity - Juni 2004 .::.
Enhanced CD - I Scream Records - 88.894.03
Uarggh, Beschiss! Was hat White Trash Rob noch 1999 in den Linernotes geschrieben? Blood For Blood machen keine Musik für privilegierte Kids? Nur für die Szene auf der Straße? Auf "Serenity" kriechen sie aber dem zuckersüßen Kinder-Emo-Trend à la Fall Out Boy ins Rektum. "Hanging On The Corner", "A Rock'n'Roll Song", das Del Shannons-Cover "Runaway" und "A City Boy" sorgen für befremdliche Irritationen. Habe die Scheibe von Mitarbeiter Jordan geschenkt bekommen und sie flott den Essener Entsorgungsbetrieben zukommen lassen. Lediglich "Live The Lie" und "My Jesus Mercy" können der Ehrenrettung dienen. Außerdem verspricht die CD neun Tracks: Der erste Track ist Gelaber, der zweite dauert 23 Sekunden und wird als Track 9 noch wiederholt. Und "Runaway" ist ein Cover - also doch nur 6 Tracks geschrieben, und das nach zweieinhalb Jahren. Nicht kaufen.
More Blood For Blood: "Livin' In Exile" (1999)