




![[Allen Ginsberg]: Howl 1959](ginsberg_howl59.jpg)
[Allen Ginsberg]
.::. Howl and Other Poems - 1959 .::.
LP - Fantasy Records 1959
Der Beat-Poet Allen Ginsberg liest "Howl" sowie "Footnote
To Howl",
"A Supermarket In California", "Transcription Of
Organ Music", "America",
"In The Back Of The Real", "Strange New Cottage In
Berkeley",
"Europe! Europe!", "Kaddish (Part 1)" und
"The Sunflower Sutra".-
Die Beat-Poeten waren die ersten, die an der Oberfläche der amerikanischen
Gesellschaft gekratzt haben. Allen Ginsberg vereinigte alles, wovor sich der
homophobe Spießer im Jahre 1959 fürchtete: Er war ein schwuler
jüdischer Immigrant mit einem kommunistischen Elternhaus in New York.
Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, sprangen die Beat-Poeten auf
die Tische (wortwörtlich) und formulierten ad hoc wilde, laute Gedichte
(es funktioniert tatsächlich), die sich genau gegen eine Unterdrückung
und die Missstände in der amerikanischen Gesellschaft richteten. Sozusagen
der Rock'n'Roll unter der Lyrik.
Zu den Beat-Poeten zählten Jack Kerouac, Allen Ginsberg,
William S. Burroughs und Neal Cassady. Diese bereiteten den
Weg für die sogenannten Beatniks. Die Hippiehasser unter den Punks könnten
jetzt protestieren - wenn die Beat-Poetry nicht auch Einfluss gewesen wäre
für Jim Morrison, Tom Waits und ... Patti
Smith.
![[Allen Ginsberg]: Howl - Reissue 1969](ginsberg_howl69.jpg)
[The Trashmen]
.::. Surfin' Bird - 1964 .::.
Sundazed Records
Die Schülercombo The Trashmen aus Minneapolis brachte nur ein
einziges Album heraus, aber das war der Prototyp für eine ganze Reihe
von Stilen: zum einem ist es Garage Punk, und weil es vor der eigentlichen
Welle von Garage Rock erschien, zählt man es auch noch zum Frat
Rock. Der Opener "Surfin' Bird", der auch noch nach über
40 Jahren zum festen Repartoire einer Punkrock-Disco gehört, kann man
zudem auch noch als Blaupause für Psychobilly sehen. Dabei spielen
die Trashmen Rock'n'Roll und Surf - nur eben besonders dreckig.-
![[The Kinks]: Complete Collection](kinks_coll.jpg)
[The Kinks]
.::. Complete Collection - 1965 - 78.::.
25 der besten Kinks-Songs, alle aus der Feder von Mastermind Ray
Davies. Vom harten R'n'B eines "You Really Got Me" und
"All Day And All Of The Night" über ironische Songs
wie "Dedicated Follower Of Fashion" hin zu Klassikern wie
"Lola", "Sunny Afternoon", "Waterloo
Sunset" oder "Death Of A Clown".
Einige Musikexperten glauben, dass "You Really Got Me" (veröffentlicht im August 1964) der allererste Punksong gewesen sei. Zumindest steht der Song im Wettstreit um diesen Titel mit "My Generation" von The Who.
[The Rolling
Stones]
.::. The Rolling Stones, Now! - April 1965 .::.
LP - Abkco Records
Chuck Berrys "You Can't Catch Me", Bo Diddleys
"Mona", das sie in "I Need You Baby" umbenannt
haben, "Down The Road Apiece", Otis Readings "Pain
In My Heart", Barbara Lynns "Oh Baby (We Got A Good
Thing Goin')", auf 8 Coverversionen kommen 4 Song von Jagger/Richards.
More The Rolling Stones: "Beggar's Banquet"
(1969), "Sticky Fingers" (1971),
"Exile On Main St." (1972)
[The Who]
.::. A Quick One - 11. Dezember 1966 .::.
CD - Polydor Records - 527 758-2
Compilation der der zweiten Who-LP "A Quick One" und der
EP "Ready Steady Who!" (beide 1966) sowie einiger B-Seiten und drei bisher unveröffentlichte Stücke ("Happy Jack (Acoustic Version)", "Man With The Money", ein The Everly Brothers-Cover und "My Generation/Land Of Hope And Glory").
Die B-Seiten sind "I've Been Away" von der britischen "Happy Jack"-Single (veröffentlicht: 3. Dezember 1966), "Doctor, Doctor" von "Pictures of Lily" (22. April 1967) , "In The City" von "I'm
A Boy" (26. August 1966).
More The Who: "Tommy" (1969), "Live At Leeds" (1970), "Who's Next" (1971),
"Quadrophenia" (1973), "The Kids Are Alright" (1965-1978)
![[V.A.]: Back from the Grave - Volume One](backgrave1.gif)
[V.A.]
.::. Back From The Grave - Volume One- 1964-67 .::.
Raw 'N' Crude Mid-60s Garage Punk!
CD - Crypt Records CR-0123
Die wohl ältesten Wurzeln hat Punkrock im Garage Rock - ein Phänomen
der gegenseitigen Befruchtung Amerikas und Englands. Um es kurz zu machen,
Mitte der Sechziger entstanden in den USA Hunderte von Schülerbands,
die in den Garagen ihrer Eltern übten und dann in den Highschools und
Colleges auftraten. Inspiriert waren sie vor allem durch die British Invasion,
als Bands wie die Rolling Stones, die Kinks
und die Beatles den US-Markt mit Merceybeat oder British
Blues aufrollten. Dabei waren sie aber viel weniger daran interessiert,
sauberen Pop zu spielen, sie waren um einiges härter, schneller und vor
allem: der Sound war dreckiger!
Dabei spielten die Bands der British Invasion eigentlich typisch amerikanische
Musik: Die Stones coverten schwarze Bluesmusik wie die von Bo Diddley,
die Beatles waren vom Rock'n'Roll und Twist inpiriert,
die Kinks von R&B und Blues. Die Bands der British Invasion
klangen aber alles andere als schwarz - sie machten daraus elektrischen, weißen
Britisch Blues oder eben - Pop.-
Im 24-seitigem "Back From The Grave 1"-Booklet ist die Mode
der Garagenbands gut dokumentiert: Pilzköpfe und Scheitelfrisuren, aber
auch Rock'N'Roll-Tollen und Sackos.
Ralph Nielsen & The Chancellors: "Scream", The Novas:
"The Crusher" - ein Song im Stil der Trashmen,
....

[V.A.]
.::. Back From The Grave - Part 2 - 1964-66 .::.
CD - Crypt Records CR-0345
Yeah Yeah Yeah! Twang!
29 of the rawest, crudest mid-60s American Teen Garage Punk Rock!
Buy or die!!!
Jerry & The Others, The Fugitives, Willie The Wild One, Murphy & The
Mob, The Mods,
Sir Winston & The Commons, The Royal Flairs, The Montells, The Tamrons,
The Cyclones,
The Fabs, Red Beard & The Pirates, The Hallmarks, Rocky & The Riddlers,
Tonto & The Renegades, Botumless Pit, The Aztex, The Sloths, The Wyld,
The Vectors,
The Huns, The Humans, The Warlords, The Vestells, The Illusions, The Jaguars,
The Few,
The Keggs, The Nomads, ...
Highlights: Tamrons "Wild Man"
[V.A.]
.::. Back From The Grave - Part 3 - 1964-66 .::.
CD - Crypt Records CR-005713
The Jesters of Newport, The Henchmen, The Tigermen, The Aztex, The Hatfields,
The Nobles, The Shames, The Long John & the Silvermen, The Keggs, The
Beaux Jens,
The Savoys, The Golden Catalinas, Billy & the Kids, The Shandels, The
Abonded,
The Treytones, The Moguls, The Syndicate, The Tombstones, The Worlocks,
The Hush Puppies, The Bugs, The Syndicate, The Bends, The Cliques
Diese Ausgabe ist nicht ganz so interessant wie die ersten zwei Scheiben.
Die ersten Stücke sind erstklassig, doch dann folgen einige mit weniger Biss.
Dennoch ein unbedingtes Muss in deiner Sammlung.
[The Who]
.::. The Kids Are Alright - 1965 - 1978 .::.
LP - Polydor - 2675 - (24. Juni 1979)
CD - Polydor - 543 694-2 (2000)
Soundtrack zum Film "The Kids Are Alright". Die Musik der
Who ist die Brücke zwischen den Sixties und den Siebzigern, zwischen
R'n'B, Beat und Punk. Vorbilder nicht nur für The
Jam, mehrere Mod-Revivalwellen, Oasis und den gesammten Britpop.
Nicht umsonst wird das rotzige Gestotter von "My Generation"
als einer der ersten Punksongs bezeichnet.
Die Songs haben zwar Einsprengsel von Blues und driften zum Teil ins Gigantomanische,
dafür finden sich auch das garagige "Anyway, Anyhow, Anywhere"
und andere Leckerbissen auf der Scheibe.
The Who sind - wenn auch nicht in persona - doch musikalisch Wegbereiter
des Punk.
More The Who: "A Quick One" (1966), "Tommy" (1969), "Who's Next" (1971),
"Live At Leeds" (1970),
"Quadrophenia" (1973)
[The Rolling Stones]
.::. Beggar's Banquet - November 1968 .::.
CD - Abkco Records 844 471-2
Genialer Delta-Blues gemischt mit rockigen Klassikern wie "Sympathy
For The Devil" "Street Fighting Man" oder "Stray
Cat Blues".
Highlights: "Sympathy For The Devil", "Street Fighting
Man", "Stray Cat Blues"
More The Rolling Stones: "The Rolling Stones,
Now! " (1965), "Sticky Fingers" (1971),
"Exile On Main St." (1972)
![[The Rolling Stones]: Beggar's Banquet (1968)](rolingston_beg_bc.jpg)
[The Rolling
Stones]
.::. Sticky Fingers - April 1971 .::.
CD - Virgin Records - 7243-8-39525-2
Das Original-Cover von Andy Warhol hatte als LP noch einen Reißverschluss
auf der Frontseite.
Das zweite Album ohne Brian Jones, der 1969 im Pool ertrank. Jetzt
spielt Gitarrist Mick Taylor auch alle Songs mit ein, während
er bei "Let it Bleed" ja nur auf 2 Songs zu hören war.
An "Sister Morphine" hat auch Marianne Faithfull mitgeschrieben.
Definitiv das beste Stones-Album der Siebziger - in den nächsten
35 Jahren kommt kein Werk an "Sticky Fingers" heran.
Highlights: "Can't You Hear Me Knocking", "Bitch",
"Sister Morphine"
More Stones: "The Rolling Stones, Now! "
(1965), "Beggar's Banquet" (1969),
"Exile On Main St." (1972)
![[The Rolling Stones]: Sticky Fingers (1971)](rolingston_stick-bc.jpg)
[The Rolling
Stones]
.::. Exile On Main St. - 1972 .::.
CD - Virgin Records - 7243-8-39524-2
Das Blues-Doppelalbum des Jahres '72! Ach Quatsch, Blues? Bluesrock, Soul,
Country-anleihen, Hardrock, Rock'n'Roll. Die Stones spielen einen Sound,
der kilometertief im Mississippidelta entstanden sein könnte, verschwitzt,
dirty, uramerikanisch, schwarz.
Die Produktion ist fett, mit Bläsern, Backgroundsingern ("Tumbling
Dice") und sonstigen Gimmicks, aber das erdige Feeling geht nie verloren,
denn viele Songs sind auch sehr spärlich, ruhig und sentimental. Für
mich bleibt die 1. Platte des Doppelalbums der Favorit.
Alle Songs bei Jagger/Richards außer "Shake Your Hips" (Slim
Harpo) und "Stop Breaking Down" (Traditional).-
Highlights: "Rocks Off", "Rip This Joint",
"Tumbling Dice", "Happy", ...
More Stones: "The Rolling Stones, Now! "
(1965), "Beggar's Banquet" (1969),
"Sticky Fingers" (1971)
[The Who]
.::. Quadrophenia - 1973 .::.
CD - Polydor - 831 074-2
Ein Meilenstein. Der Sound von The Who überrollt den Zuhörer
schlichtweg durch das Drumming von Keith Moon, der wie ein Besessener auf
die Felle eindrischt, genau so exzessiv und manisch, wie er sein Leben gelebt
hat. Pete Townsends berühmte "Windmühle" an der
Gitarre und das Zertrümmern ihres gesamten Equipments begründeten
den Mythos der Whokonzerte. Teils sehr orchestral.
Das Album erzählt die Geschichte des Mods Jimmy auf der Suche nach seiner
Identität, allerdings mit anderen Schwerpunkten als im Film.
More The Who: "A Quick One" (1966),
"The Kids Are Alright" (1965-1978),
"Tommy" (1969), "Live At Leeds" (1970), "Who's Next" (1971),


[Quadrophenia]
Spielfilm, DVD, (UK 1979), 110 min
Regie: Franc Roddam
Darsteller: Phil Daniels, Mark Wingett, Philip Davis, Leslie Ash,
Timothy Spall, Ray Winstone, Sting, Toyah Willcox;
Soundtrack: The Merceybeats, James Brown, The Ronettes, The Crystals,
The Orlons,
The Cascades, The Supremes, Marvin Gaye,
The Chiffons, The Kingsmen,
Manfred Mann, Booker T. Jones;
Film zum Konzeptalbum "Quadrophenia" (1973) von The Who
Mod sein bedeutet für Jimmy (Phil Daniels) Lambretta zu fahren, Pillen zu schmeissen und Soul zu hören, sich in Brighton mit den Teds zu schlagen und vor allem die Community der Mods. Die Szene bedeutet alles für ihn und er entwurzelt sich von Familie und Job.
Am Ende erkennt er, das es die Community nicht gibt, und dass die sogenannte Szene auf ihn scheisst. Besonders hart trifft ihn die Erkenntnis, das der große Mod-Anführer Ace (gespielt von Sting), nur ein Maulheld ist: Er beobachtet Ace bei dessen Job als Hotelpage, als der vermeintlich kämpferische Individualist unterwürfig feinen Herrschaften die Koffer tragen muss.
![[Mott The Hoople]: Mott (1973)](motthoopl_mot.jpg)
[Mott The Hoople]
.::. Mott - 1973 .::.
CD - Columbia/Legacy - 82796938102
Highest Chart-Position: UK #7, US #35
Mott The Hoople wurde von David Bowie
protegiert und er produzierte auch deren Vorgängeralbum "All
The Young Dudes". Als Bowie aber selbst immer erfolgreicher
wurde, wurden alle Verträge gekündigt und Mott The Hoople
standen wieder allein da. Als die Musikpresse die Band schon abgeschrieben
hatte, rafften sie sich auf und schrieben "Mott", ein Glamrock-Album,
dass sich von dem ganzen Glitter-Schrott abhob. OK, Sänger Mick
Ralphs' Art zu singen erinnert schon stark an David Bowie (und
auch die Art, wie das Saxophon eingestzt wird, ist "bowieesk"),
doch "Mott" liefert das, was andere britische Glambands nicht
haben: Statt Bubblegum und Pop gibt's Rock'n'Roll, Hardrock,
eine Prise Rolling Stones, kritische Texte
und Desillusionen. In "All The Way From Memphis" heißt
es: "... You look like a star but you're still on the dole...",
also man reißt sich den Arsch auf und ist immer noch arbeitslos. Und
in "Whizz Kid" findet man: "... Her Dad's a street punk
and her Mum's a drunk ...".
Die CD-Version von Columbia Legacy bietet zu den 9 Originalsongs noch 4 Bonustracks:
"Rose" (B-Seite von "Honaloochie Boogie"),
"Honaloochie Boogie (Demo)", "Nightmare (Demo)"
und "Drivin' Sister (Live, Hammersmith Odeon)".-
Highlights: "Violence", "Drivin' Sister",
"I'm A Cadillac / El Camino Dolo Roso"

![[Motörhead]: Ace Of Spades (1980)](motoerhead_ace.jpg)
[Motörhead]
.::. Ace Of Spades - 1980 .::.
CD - Castle Communications (1996) - ESM CD 312
Besetzung: Lemmy Kilmister (b, v), "Fast" Eddie Clarke (g),
Phil "Philthy Animal" Taylor (dr)
Mit der New Wave Of British Heavy Metal (NWOBHM) fing ein neues Kapitel
an. Nachdem Black Sabbath, Led Zeppelin und andere alte Hasen
immer *größer* wurden und Stadien füllten, war Heavy Metal
Mitte der Siebziger zu einem lauen Lüftchen verkommen. Doch Motörhead
brachten 1980 (nach ihrem herausragenden 1979er "Overkill")
dann "Ace Of Spades" heraus. Lemmys rumpelnder Bass und seine
geraunten Lyrics, die scheppernden Drums von Philthy Animal Taylor
waren eindeutig vom Punkrock in England beeinflusst (Wenn man sich "On
Parole" von 1975 anhört, denkt man eher an Status Quo
als an Heavy Metal). Eigentlich gehören Motörhead somit in
die Kategorie Offsprings: Erben des Punk. Warum
stehen sie dann hier auf der Roots-Seite?
Ganz einfach: Indem Motörhead mit ihren Alben "Bomber",
"Overkill" und "Ace Of Spades" das Tempo
und die Härte in bis dato ungehörte Höhen (und Lautstärken)
anhoben, bekam der Heavy Metal endlich wieder seinen fetten Hintern hoch und
somit legten Lemmy & Co den Grundstein für Speedmetal und
Thrashmetal. Und ab den Achtzgiern zog Heavy Metal in den Punk (Exploited,
Discharge) und in den Hardcore (DRI,
Suicidal Tendencies) ein. Da schließt
sich der Kreis...
Highlights: "Ace Of Spades", "Love Me Like A Reptile",
"Shoot You In The Back"...
Auf dieser 1996er Re-Issue gibt es noch 3 Bonustracks: "Dirty Love"
(die B-Seite von "Ace Of Spades") und von der Split-EP mit
Girlschool namens "St. Valentine's Day Massacre" den
Song "Please Don't Touch" (ein Cover des 1959 Hits von Johnny
Kidd & The Pirates), den beide Bands punkig hinkriegen und zu guter
Letzt covern Motörhead den Girlschool-Song "Emergency".
DVD: "The Best Of Motörhead"
(1981-83)
[Metallica]
.::. Kill 'em All - 1983 .::.
CD - Vertigo - 838 142-2
Beinflusst durch die New Wave Of British Heavy Metal (NWOBHM) begannen
Anfang der Achtziger in einer Garage in Los Angeles Lars Ulrich und
James Hetfield den Heavy Metal neu zu erfinden. Die Jungs waren
bekennende Fans von Diamond Head und Motörhead,
aber auch von Punkbands wie den Misfits,
Discharge, was durch die 1984er "Garage Days"-EP und
1987 "Garage Days Re-Revisited"-Minialbum noch untermauert
wird. Das Ergebnis: Thrashmetal - die Fusion aus Metal und Punk, was z.B.
in den punkigen "Motorbreath" oder "Whiplash"
(weniger Metal, mehr Gedresche) gut rüber kommt.
Highlight: "Seek And Destroy"
More Metallica: "Garage Inc."
(1998)
[The Runaways]
.::. The Runaways - 1976 .::.
LP - Mercury Records
Cherie Curie (voc), Lita Ford (g), Jackie Fox (b, voc), Joan Jett (voc, g) und Sandy West (dr, voc)
Gegründet vom alten Schlitzohr Kim Fowley.
[The Dubliners]
.::. Irish Favourites (Volume 1) - 1967 - ? .::.
Chyme Music - CHCD 1033
Gegründet von Ronnie Drew in O'Donoghue's Pub in Dublin:
Melodien, die einem ausgewachsenen (nicht nur irischen) Mann die Tränen in die Augen treiben kann.
"Raglan Road", "Whiskey In The Jar", "Donegal Danny", "Spancil Hill", "Black Velvet Band", "The Town I Loved So Well", "Dirty Old Town" (live), "McAlpine's Fusilers" (live), "Song For Ireland", "All For Me Grog" (live) , "Molly Malone"

![[The Who]: Who's Next (1971)](who_whonex.jpg)
[The Who]
.::. Who's Next - 25 August 1971 .::.
CD - Polydor - 527 760-2
Reissue (1995) mit 7 Bonustracks
Das Album ist ein Meisterwerk, ein harter Rocker mit starken Einflüssen von Woodstock und der Hippie-Ära. Roger Daltreys Rolle pendelt zwischen dem wütenden Rebell und dem zerbrechlichen, sensiblen Individuum. Townsends Kompositionen sind auf dem Höhepunkt, das Album ist gleichwertig mit "Quadrophenia" (1973).
"Baba O'Riley"? Was bedeutet dieser Titel? Pete Townsend ehrt damit den Komponisten Terry Riley. Townsend nutzt nach dessen Songstrukturen hier Synthesizer auf "Who's Next", als Intros bei "Baba O'Riley" und bei "Won't Get Fooled Again". Der andere Namensteil stammt zu Ehren von Meher Baba ("Mitfühlender Vater"), einem indischen Guru. Geboren als
Merwan Sheriar Irani schaffte es Meher Baba, mehr als 44 Jahre ein Schweigegelübde einzuhalten, mit dem er gegen die Gewalt und den Lärm in der Welt prostestierte. Pete Townsend schaffte es, den amerikanischen Rolling Stone-Verlag dazu zu bekommen, die Ausgabe, in der "Who's Next" besprochen wird, mit einem Titelbild von Meher Baba zu veröffentlichen.
Ein Revival bekam "Won't Get Fooled Again" mit dem Einsatz als Titelmusik für die amerikanische Krimiserie "CSI Miami", welche für CBS produziert wird.
Highlights: "Baba O'Riley", "Bargain", "Behind Blue Eyes", "Won't Get Fooled Again"
Bonustracks: "Pure And Easy", "Baby Don't You Do It", "Naked Eye", "Water", "Too Much Of Anything", "I Don't Even Know Myself", "Behind Blue Eyes" (Original Version, bisher unveröffentlicht)
More The Who: "The Kids Are Alright" (1965-1978), "A Quick One" (1966),
"Tommy" (1969), "Live At Leeds" (1970), "Quadrophenia" (1973)
[The Who]
.::. Live At Leeds - 23. Mai 1970 .::.
LP - Polydor Records - Track 2406 001
LP (US) - Decca - DL 79175 (16. Mai 1970)
CD - Polydor - 527 169-2 (1995)
Highest UK-Chartposition: #3
Highest US-Chartposition: #4
Tracklist: "Heaven And Hell", "I Can't Explain", "Fortune Teller", "Tattoo", "'Young Man Blues", "Substitute", "Happy Jack", "I'm A Boy", "A Quick One, While He's Away", "Amazing Journey/Sparks", "Summertime Blues", "Shakin' All Over", "My Generation" (14:45-Version) , "Magic Bus"
More The Who: "A Quick One" (1966), "Tommy" (1969), "Who's Next" (1971),
"Quadrophenia" (1973), "The Kids Are Alright" (1965-1978)
[The Who]
.::. Tommy - 23. Mai 1969 .::.
LP (UK) - Track 613 013/4
LP (US) - Decca - DXSW 7205 (31. Mai 1969)
CD - Polydor - 531 043-2 (1996)
Highest UK-Chartposition: #2
Highest US-Chartposition: #4
More The Who: "A Quick One" (1966), "Live At Leeds" (1970), "Who's Next" (1971),
"Quadrophenia" (1973), "The Kids Are Alright" (1965-1978)
[The Who]
.::. Sell Out - 16. Dezember 1967 .::.
LP (Stereo-Version, UK) - Track 613 002
LP (Stereo-Version, US) - Decca - DL 74950 (6. Januar 1968)
CD-Reissue (1995) - Polydor Records - 527 759-2
Highest UK-Chartposition: #13
Highest US-Chartposition: #48
"Armenia City in the Sky", "Heinz Baked Beans", "Mary Anne With The Shaky Hand", "Odorono", "Tattoo", "Our Love Was", "I Can See For Miles", "I Can't Reach You", "Medac", "Relax", "Silas Stingy", "Sunrise", "Real 1", "Rael 2"
CD-Reissue mit 10 Bonustracks:
"Glittering Girl", "Melancholia", "Someone's Coming", "Jaguar", "Early Morning Cold Taxi", "Hall Of The Mountain King", "Girl's Eyes", "Mary Anne With The Shaky Handv (Alternative Version)", "Glow Girl"
![[The Who]: Who Are You (1978)](who_whoareyou.jpg)
[The Who]
.::. Who Are You - 18. August 1978 .::.
LP - Polydor Records - 2490 147
LP (US) - MCA Records - 3050 (25. August 1978)
CD (Reissue 1996) - Polydor Records - 533 845-2
Highest UK-Chartposition: #6
Highest US-Chartposition: #2
Ich habe so meine Schwierigkeiten, diese Platte zu mögen: Es ist dieser Einsatz von Synthesizern, der schon mal die Achtziger Schmalzigkeit vorwegnimmt, es ist dieser aufgeblasene Stadionrock amerikanischer Coleur, es sind diese wohlhabenden alten Männer: The Who haben ihren Zenit erreicht, aber ihre Bodenhaftung verloren.
Es gibt eine Menge Entschuldigen dafür, eine ist die Discowelle, die einem suggeriert, das Kitsch jetzt modern ist. Aber auch der Erfolg des Stadionrock von Supergroups wie Bob Seger & The Silver Bullet Band, Lynyrd Skynyrd, Peter Frampton, Kansas, etc. machte es einem schwer, sich nicht in Produktionen mit Bombast-Attitüden zu verlieren.
Doch zum Glück hat Punk das alles weggefegt. Diese Platte ist teilweise so zuckersüß "Love Is Coming Down", das mir die Besprechung nicht leicht fällt. Einziges Highlight: "Who Are You", der Titeltrack, den man sinnigerweise als Schluss-Track gewählt hat. Der einzige Song, der wirklich Drive, Härte und Kultpotential hat, wurde an den Schluss verbannt!
Nachtrag: "Who Are You" ist seit 2000 die Titelmusik der CBS-Serie "CSI: Den Tätern auf der Spur", im Original: "CSI: Crime Scene Investigation".