[Fugazi]
.::. 13 Songs - 1989 .::.
CD - Dischord Records 36
Fugazi ist ein Ausdruck, den Vietnam-Veteranen benutzten, er bedeutete so viel wie "A Fucked Up Situation" während des Krieges. Ian MacKaye sorgte dafür, dass sich Fugazi in Washington D.C. auch weiterhin stark engagieren: Sie spielten weiterhin auf All-Ages-Shows, sie verkauften von Ihrer Band kein Merchandise (da sie an die DIY-Ethik glaubten), die Band war natürlich Straight Edge, die Texte waren beeinflusst vom Positiven Denken und man wollte auf Fugazi-Shows kein Slamdancen mehr (was dazu führte, das endlich auch Frauen auf die Konzerte kamen). Außerdem sollte kein Ticket mehr als 5 Dollar kosten. Somit wollte man den Szene-Ausverkauf stoppen.
Eigentlich eine Compilation: Die EPs "Fugazi" (12'', 1988, Dischord 30), und "Margin Walker" (12'', 1989, Dischord 35), beide von 1988, hier auf einer Platte. Fugazi erhebt sich aus der Asche von
Minor Threat und werden - mittlerweile Post-Punk und Post-Hardcore
- von nun an eine Reihe von herausragenden Werken des intelligenten Alternativerocks
abliefern.-
Eingeleitet von einem groovenden Bassriff startet man mit "Waiting
Room", dass sich in den Neunzigern zu einem Klassiker auf der Tanzfläche
entwickelte. Fugazi fasziniert durch die Rhythmusarbeit - Drums, Gitarren
und Bass, basteln fleißig am Aufbau von Strukturen, um diese wiederum
im Refrain zu zerstören. Mehrstimmer Chorus von Ian MacKaye und Guy Picciotto liefern die Blaupause für den Stil des heutigen
EmoCore.
Ebenfalls groovige Ohrwürmer: "Bad Mouth" und
"Suggestion". Wegweisend.
[Fugazi]
.::. Repeater + 3 Songs - 1990 .::.
CD - Dischord Records 45
11 Songs von "Repeater" (LP, Dichord 44) und der 7''-EP "3 Songs" (1990, Dischord 43).
Die EP "3 Songs" erschien ebenfalls bei Sup Pop als "Song #1" (Sp 52, Auflage 2.000, davon 1.200 in grünem Vinyl).
Rezension folgt...
[At The Drive-in]
.::. Vaya - 1999 .::.
CD - Fearless Records F040
CD or Color-10''
Diese EP setzt die Brillianz der Fünf aus Texas weiterhin gekonnt ins
Bild: Ein Hammeralbum. Fearless Records hatten mit ATDI ihr Bestes Pferd im
Stall.
Post-Punk und Post-HC, der wegweisend war. Wo Fugazi für viele schon
zu abgehoben wirkte, sind ATDI erfrischend unkompliziert.
Der Sound wirkt. Definitiv.
More ATDI: "in/casino/out" (1998), "Relationship
Of Command" (2000)