[DRI]
.::. Dealing With It! - 1985 .::.
CD - Steamhammer/SPV
D.R.I. = Dirty Rotten Imbeciles
Stefan: Chaotisch, unreif, stümperhaft und eigentlich auch ein bisschen assozial. Man merkt, dass hier ziemliche Diletanten und Loser am Werk sind, die schlimmen Krach auf die Welt loslassen... ich liebe dieses Album! P.S.: Es ist besser produziert als das Debut "Dirty Rotten LP".
More DRI: "Dirty Rotten LP" (1983), "Thrashzone"
(1989)
[Spermbirds]
.::. Something To Prove - 1986 .::.
LP- We Bite Records - WB 011
Damals der beste HardCore aus Deutschland, mit dem charismatischem Shouter
Lee Hollis.
Witzig (wie der liebevolle Text von "Playboy Subscriber",
haha) , schnell und die Speerspitze der deutschen HardCore-Szene seit 1983.-
Die LP "Something To Prove" mit den Spermbirds-Klassikern "My
God Rides A Scateboard", "Americans Are Cool" und
"Try Again". Es gibt sogar ein HipHop-Stück ("What
Do You Want (R.R.)") und eine Coverversion von "Bloodstains".
Auf dem Cover übrigens ist "Cerebus the Aardvark" (Erdferkel
und Fantasy-Held, neben dem Conan der Barbar wie der Milchmann wirkt) von
Dave Sim.
Einflüsse: Minor Threat, Agent Orange
Highlights: "You're Not A Punk", "Playboy Subscriber",
"My God Rides A Scateboard", "Americans Are Cool",
"Try Again", ...
[Slapshot]
.::. Step On It / Back On The Map - 1986 - 88 .::.
Taang! Records 28
Choke (voc), vorher mit Negative FX
und Last Rights schon erfolgreich, konnte mit Slapshot vollends
überzeugen. Holte sich 1985 Jonathan Anastas (b) von DYS,
Steve Risteen (g) und Mark McKay (dr), beide Ex-Terminally Ill, an
Bord.
Nannten sich zuerst Straight Satan und bauten sich dann mit der Umbenennung
nach dem (mittlerweile) zum Kultfilm mutierten Paul Newman-Klassikers "Slap
Shot" von 1977 und der Eishockymaske als Logo Stück für Stück
den Kultstatus innerhalb (der zweiten Welle) der Hardcore-Bewegung aus. Wurzeln
und Einflüsse: Blitz.-
[Spermbirds]
.::. Nothing Is Easy - 1987 .::.
CD - We Bite Records
Spermbirds erste "Abschiedsplatte", nach der man sich erst einmal
trennte. Mehr Metaleinflüsse ("Just An Excuse"), aber
auch Reggae ("My Brother", Bad Brains lassen grüßen),
dazu Coverversionen wie Angry Samons "Lights
Out" und Infa-Riots "We Don't Care". Die
letzten 4 Tracks ab "We Don't Care" sind live.
[Poison Idea]
.::. Pajama Party - 1988 - 92 .::.
Vinyl Solution SOL 34 CD
Poison Idea covern hier: MC5 "Kick Out The Jams",
New York Dolls "Vietnamese
Baby", The Go-Go's "We Got The Beat", Motörhead "Motorhead",
"Endless Sleep",
"Lawdy Miss Clawdy", Elvis Presley "Jailhouse Rock", The Dead Boys "Flamethrower
Love", The Damned "New
Rose",
The Who "Doctor, Doctor", The Wipers "Up
Front",
"Harder They Come", Booker T. & The MG's "Green
Onions".
[Gorilla Biscuits]
.::. Start Today - 1989 .::.
LP - Revelation Records
CD-Reissue mit 2 Bonustracks - We Bite Records 054 CD
Straight Edge-Veteranen mit ihrem zweiten Album, auf dem sich der Klassiker
"Start Today" findet. An der Gitarre Walter Schreifels,
der später Quicksand gründen wird
(und danach Rival Schools) und am
Mikro Civ (Anthony Civarelli).
[Spermbirds]
.::. Common Thread - 1989 .::.
CD - X-Mist Records
Die Platte zur Reunion. Musikalisch gereift, komplexer, mit mehr Groove und
mehr Breaks.
Mit einem "Gastauftritt" von Jingo
De Lunchs Yvonne Ducksworth, die auf "Stronger"
mitsingt. Die CD hat gegenüber der LP-Version drei Bonustracks: "I
Might Kill You", "Dangers Of Thinking" und "Hiding".-
[Up Front]
.::. Spirit - 1988 .::.
LP - De Milo - dm2
CD - Lost & Found - LF 087/CD (1994)
Die CD von 1994 hat einen Bonussong mehr gegenüber der LP mit ihren 16 Tracks. SxE-Hardcore aus New York, nicht so gut wie Youth Of Today, aber ziemlich ähnlich.
Auf Dauer gehen die Ideen aus. Viele Breaks und Mosh-Geschrammel, ganz OK.
Einsames Highlight: "Second Thoughts"
Tracklist: "Once And for All", "All Of Me", "Our Best", "Left Behind", "Expression",
"Break It Up", "Second Thoughts", "What We Need"
b/w
"Foolhearted", "One Step Ahead", "Deliverance", "New Leaf", "Stand Tall", "Decisions",
"Spirit", "Something To Strive For", "Live And Let Live" (Bonus auf CD)
[Side By Side]
.::. You're Only Young Once... So Do It Right - 1987-88 .::.
LP - Lost & Found Records (1992) - LF 040
"Violence To Fade" vom 7-Inch-"New York City Hardcore / Together-Sampler" (1987), dazu die "You're Only Young Once"-EP und "Dead Serious" von der Revelation-Compilation "The Way It Is", dazu noch "The Time Is Now" und auf der B-Seite acht Live-Tracks, darunter "Fuck Your Attitude", ein Cover des Warzone-Songs.
Absoluter Einsatz von Energie, kein Posen, keine Imitation von Youth Of Today - Side By Side ist NY-HC pur. Aggressiv und (positiv gesprochen) absolut krachig. Wahnsinn.
Stefan: Trotz schlechter Soundqualität und ziemlichen Geschrammel, schafft dieses Album immer wieder den Weg in meine Musikanlage.
Authentischer, aggressiver Hardcore der alten Schule.
[Youth Of Today]
.::. Take A Stand (Live) - 1988 .::.
CD - Lost & Found - LF 044/CD (1995)
Ray Cappo (heute: Shelter) und seine New Yorker Ultra-Straight-Edgeband liefern eine offizielle Livescheibe ab, die aus zwei Sets im deutschsprachigen Raum im Jahr 1988 besteht. Das erste scheint in Wien aufgenommen zu sein, dieses Set umfasst 13 Songs und ist von guter Qualität. Die anderen 17 Songs sind schlechter aufgenommen, die Ansagen sind klarer als der Sound. Die Besetzung der Tour: Walter Schreifels (b, Ex-Gorilla Biscuits), John Porcelly (g) und Sammy Siegler (dr, Ex-Side By Side).
Außer Youth Of Today-Songs gibt es auch noch das Cro-Mags-Cover "Malfunction",
"Better Than You" von Gorilla Biscuits und "Anarchy In Vienna" als Version von "Anarchy In The UK" von den Sex Pistols und im zweiten Liveset "Pushed Too Far" von Sick Of It All, "Can't You See" von Crippled Youth (die sich ja in Bold umbenannten) und "Talk Is Cheap" von Bold.
Witziges am Rande: Weil Prong in Interviews öfters mal Straight Edger disst, hält Cappo einen kleinen Sermon und liefert mit "Shout It" eine Gegenantwort.
Was die Texte angeht, so ist Ray Cappo päpstlicher als der Papst und hat die Szene-Weisheit für sich gepachtet, so sei ein alter Kollege ein "Verräter" und ein Lügner, und er hat ihm den Dolchstoß verpasst: "Stabbed In The Back". Tja, was soll man davon halten? Wer nur derart in absoluten Begriffen denkt, gefällt nur einem "I'm-better-than-You"-Publikum. Da lob ich mir doch die Gorilla Biscuits, die nehmen alles mit Humor (und machen die bessere Musik). Die Bewertung gilt vor allem für das erste Live-Set.