Man glaubt's kaum: In den USA wurde In Utero von der Kaufhauskette
Kmart gar nicht verkauft, und Wal-Mart verbot die Rückseite der CD, da
darauf Föten abgebildet sind, so dass Geffen ein alternatives Cover drucken
musste.
Bei der dazu gehörigen Live-Tour wurde Bekannte Pat Smear (Ex-Germs)
als zweiter Gitarrist angeheuert.
Ausgekoppelt wurden "Heart-Shaped Box", "All Apologies"
[The Lemonheads]
.::. Come On Feel - 1993 .::.
CD - Atlantic Records - 7567-82537-2
Na, wer sagt's denn, geht doch. Nach dem eher durchschnittlichen Vorgänger
"It's A Shame About Ray" kommt
nun ein atmosphärisch dichtes, gut produziertes Werk auf den Markt. Mit
Klasse und Einfühlungsvermögen verbindet Evan Dando Singer-/Songwriter-Qualitäten
mit den bewährten Lemonheadsstärken wie Tempo und verzerrerten Gitarren,
auch wenn diese weniger stark und eher gezielt eingesetzt wurden, gerockt
wird hier erst auf der B-Seite, so bei "Style" oder "Rest
Assured".-
Gaststar: Belinda Carlisle (The Germs, The
GoGo's) auf "I'll Do It Anyway".
[Guns 'N' Roses]
.::. The Spaghetti Incident? - 1993 .::.
CD - Geffen Records
Ich weiß, ich weiß, Axl Rose ist ein selbstverliebtes Arschloch,
der Hype um die Band im Nachhinein ein Sturm im Wasserglas, und Guns 'N'
Roses weder Alternative Rock, noch Underground. Doch über ein ganzes
Jahrzehnt später vergessen viele, dass Bassist Duff McKagan in
Seattle in diversen Punkbands mitgespielt hatte, u.a. The Fartz, welche
wiederum als Einlfluss für Mudhoney
genannt werden können.
Mit "The Spaghetti Incident?" liefern Guns 'N' Roses
eine Verbeugung an eine Reihe von Punkbands der allerersten Garde. Da wären
die New York Veteranen The New York Dolls,
The Dead Boys und Johnny
Thunders, da wären die US-Pioniere The
Stooges, Fear und The
Misfits, die Insel ist mit The Damned,
UK Subs und den Sex
Pistols vertreten, und als gute alte 70s-Oldies stehen Nazareth
und T. Rex auf der Tracklist.
[V.A.]
.::. Tough Enough - Hardcore Metal - 1993 .::.
CD - Roadrunner Records - RR 9073 2
Ziemlich guter Sampler mit New Yorker Hardcore-Bands wie Agnostic Front, Cro-Mags,
S.O.I.A und einigen wenigen Sprengseln Doom-Metalbands wie Saint Vitus
(mit einem guten Black Sabbath-Cover), Crowbar und EyeHateGod
und dem frischen Crossover von Rap und -Metal mit Bands wie Rage Against
The Machine, Biohazard und Blue Manner Haze. Vollkommen
deplaziert in der Reihe der "toughen" Jungs wirkt allerdings Black
Train Jack, eher netter Alternative Rock.
Corrosion Of Confirmity "Vote With A Bullet",
Rage Against The Machine "Bullet In The
Head", Biohazard "Punishment",
Sick Of It All "The Pain Strikes", Prong "Prove You Wrong (Fuzzbuster
Mix)",
Cro-Mags "Eyes Of Tomorrow", Pro-Pain "Murder 101",
EyeHateGod "Depress", Sepultura "Drug Me",
Suicidal Tendencies "Tap Into Power",
Agnostic Front "One Voice",
M.O.D. "Intruder", Saint Vitus "Children of Doom",
Crowbar "Subversion", Sheer Terror "Three Year Bitch",
Bullet La Volta "My Protector", Blue Manner Haze "By Any Means",
Black Train Jack "The Newest One"
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[V.A.]
.::. Judgement Night - 1993 .::.
CD - Epic / Sony - 474183 2
Verflucht guter Sampler: Rap meets Alternative Rock: Metal / Hardcore / Grunge.
Während De La Soul und Run DMC noch gemütlich grooven, werden ab
Song Nr. 4 die Bremsen gelöst. Slayer und Ice-T covern
dabei "Disorder" von The
Exploited.
Highlights: "Just Another Victim", "Disorder",
"Another Body Murdered"
Helmet & House Of Pain "Just
Another Victim", Teenage Fanclub & De La Soul "Fallin'",
Living Colour & Run DMC "Me, Myself & My Microphone", Biohazard & Onyx "Judgment Night", Slayer & Ice-T
"Disorder", Faith No More & Boo-Yaa T.R.I.B.E. "Another Body Murdered", Sonic Youth & Cypress Hill "I
Love You Mary Jane", Mudhoney & Sir Mix-A-Lot "Freak Momma",
Dinosaur Jr & Del The Funky Homosapien "Missing
Link",
Therapy? & Fatal "Come And Die", Pearl Jam & Cypress
Hill "Real Thing"
[Prong]
.::. Snap Your Fingers Break Your Back - The Remix EP
- 1993 .::.
CD-Single - Dragnet
Techno-Remixes von Techno-Heads wie Atom Heart, G 104 und Exit
100.
Das beste Stück ist das erste, vom alten Electronic-Hasen Atom Heart,
der "Harder Than Hardcore-Remix" mit 7:48 min Länge ist nah
am Original mit einer Vielzahl von elektronischen Spielereien. Vor allem die
vorher so trockenen Beats bekamen enorm krachige Distortion-Effekte.
Der Remix von G 104 bietet eher ein Uffta-uffta-uffta der uninspirierten
Art, und das auch noch mal als Extended Version. Kann den Prong-Song
zwar nicht wirklich schlechter machen, nervt aber gewaltig.
Wieder eher interessanter dann Exit 100 (Thomas P. Heckmann), der mit
einer Geräuschvielfalt à la Aphex Twin aufwartet.