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Sondaschule & EK 77 / EA 80 / Pennywise / Spermbirds / Donots / Beatsteaks / Tocotronic / Big Rude Jake / Dean Dirg / Porters / Sicktones
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.::. THE PORTERS - Interview vom 14/02/2003 .::.
Harp.::. The Porters .::.
>>> ... und wie war's live?
.::. Lecker Guinness .::.
Das Interview findet während des ersten Oi! The Weekend-Festivals im Benrather Hof, Düsseldorf statt. Die vier Porters, die mir gegenüber sitzen, sind:

- Marc O'Porter, aka Böhle von EK77/Sondaschule [Gesang]
- Nick O'Porter von Colt .45 [Mandoline, Gitarre, Voc]
- Chris O'Porter, aka Kuub von Colt .45 [Akkordeon]
- Olaf O'Porter, Stage Bottles, Blaggers, Frantic Flintstones [Tin Whistle, Voc]

Und des weiteren in der Band sind:
- Volker O'Porter von 4 Promille (Banjo)
- Sascha O'Porter, von Sondaschule, Ex-Emscherkurve 77 (Drums)
- Martin O'Porter, von Sondaschule/EK 77 (Bass)

.::. The Good, the Beer and the Ugly: The Porters .::.

- Erstmal zu Eurer Platte: "A Tribute to Arthur Guinness". Da ist nur der erste Song eine Eigenkomposition, richtig? Und die anderen Songs sind von wem?

Nick: Von irgendwelchen Iren!
- Sind das Traditionals?
Nick: Ja, Traditionals!
- Und die sind nicht bereits von anderen Bands schon mal gespielt worden?

Böhle: Gerade das. Das sind alles irische Folkslieder, zum Teil über 100 Jahre alt, die wir neu interpretiert haben, wobei auf jeden Fall wichtig war, den richtigen Spirit dabei hochzuhalten!


- Was auf alle Fälle bei den Lyrics auffällt, diese irischen Folkslieder haben alle zu tun mit Leidenschaft: Mit Leidenschaft und Liebe zu der (irischen) Heimatstadt, seinem Land und seinen Freunden, aber auch Liebe zum Bier und zu seinem Pub. Das ist ja auf alle Fälle 'ne Geschichte, die passt auch auf Emscherkurve und Sondaschule (Wer die anderen Projekte live erlebt hat, weiss: EK77 stehen zu Oberhausen und dem RWO, und beide Bands geben auf der Bühne immer 150%). Zu welchem Song des neuen Albums habt ihr so einen Bezug, dass ihr sagen könnt, "das trifft auf mich zu wie den Nagel auf'n Kopp" ?

Olaf: Bei mir "The Green Fields of France", ein Antikriegslied, was ja gerade auch hoch aktuell ist. Das singe ich auch. Das lag mir persönlich am Herzen und nachdem Mansy und Ian Stuart es gesungen haben, wollte ich es anders interpretieren, bei denen ist es wohl nur ein Spass gewesen.

(By the way: Und das ist eins der Besten Parts des Liveacts: Olaf singt diesen Song mit ganzem Herzen, und obwohl der rappelvolle Benrather Hof voll mit einer Oi!-hungrigen Meute ist, kommt gerade dieses wunderbare alte, aber auch bedächtige Lied beim Publikum super an).-

Böhle: Mein Lieblingslied ist "Leaving of Liverpool", ich kann Dir auch nicht sagen, warum. Es ist einfach so.
- Den Song habe ich noch nicht verstanden: Liverpool? Worum geht's da eigentlich?
Böhle: Das ist so'n Emigrantensong, wo damals viele Iren nach Amerika ausgewandert sind
Nick: Da geht's eigentlich um 'nen Matrosen, der von Liverpool aus in See sticht…
Böhle: Genau: Matrosen, die Weiber ficken und alles, was da zugehört!
Nick: das schöne Liverpool, das übrigens in England liegt, doch sehr vermisst.
Olaf: Das lässt vermuten, dass es doch eher ein englisches Lied ist
Nick: Das könnte gar sein!
Böhle: Eigentlich ist das ja ein englisches Volkslied, aber wir sehen das nicht so eng!


- Jetzt seit ihr ja erstmal mit diesem Material unterwegs, was machen in Zukunft denn die Eigenkompostionen, sind die schon in den Startlöchern?

Nick: Ja, sind schon in den Startlöchern.
- Und wie viele?
Nick: so zwischnen 60-70.000, das kann man so genau nicht sagen.
- Aber da wächst schon was nach?
Böhle: Also wir haben vor, in naher Zukunft, mit den Greenland Whale Fishers aus Norwegen eine Splitsingle aufzunehmen, die auf einem englischen Label erscheinen wird und auch nur in England und Norwegen vertrieben wird. Dafür haben wir zwei Eigenkompositionen gemacht, ein Lied davon heißt: "Crying in my Beer".


- A propos Irland: Es ist ja eine ganz andere Geschichte, mit irischem Folkpunk in Irland aufzutreten. Würdet ihr euch diese Art von Bewährungsprobe zutrauen, ob man akzeptiert wird oder nicht?

Nick: Ich nicht. Das Problem wird einfach sein, viele Songs sind so ‚ne Art "Touristenlieder".
- Also Songs, die "allzutypisch" sind?
Nick: Die Traditionals, die wir spielen, werden vielleicht bei den Iren nicht so einen Anklang finden.
- Das sind doch Klassiker, oder?
Olaf: Da bin ich anderer Meinung (als Nick). Wir werden vor der Bewährungsprobe stehen, wenn wir in Deutschland in Irish Pubs spielen. Die Iren fahren so auf ihre Lieder ab und wenn die Melodien wiederzuerkennen sind, und man das mit ganzem Herzen spielt, dann kann das gut sein, das die Iren uns voll akzeptieren.
Böhle: Ich denke auch, das wir das auf alle Fälle ausprobieren sollten. Da hätte ich keine Angst vor, ob die uns ernst nehmen oder nicht. Musik ist ein multikulturelles Ding, und mit Herz vorgetragen ist unsere Mucke eh. Von daher sehe ich kein Problem.
Nick: Der Band Blood Or Whiskey hat's gefallen.


- Von der Emscherkurve weiss man seit der neuen LP "Lern 'ma deutsch", das ihr gerne Projekte mit anderen Bands aufzieht: Habt ihr schon Buddies im Folkbereich gewonnen?

Böhle: Die Greenland Whale Fishers zum einen. Das ist aber erst unser vierter Auftritt, da muss man erst mal abwarten. Aber Buddies haben wir schon in den Medien gewonnen, die reagieren positiv auf unsere Platte.


- Haben die Porters einen Projektstatus oder wird das ‚ne feste Kiste? Wenn ‚ne feste Kiste, bekommen dann die Bandmitglieder von 4 Promille, Emscherkurve, Sondaschule, Stage Bottles und Colt .45 nicht Probleme mit dem Timing, da die anderen Bands ja auch proben, touren oder ins Studio müssen?

Kuub: The Porters sind als Projekt gestartet worden und wir (= er & Nick) waren Gastmusiker. Jetzt sind wir fest dabei und aus dem Projekt ist eine feste Band geworden, die so bestehen bleibt.
Nick: Wir sind mit den anderen Bands auch nicht so ausgelastet, dass diese Sachen nicht unter einen Hut gebracht werden könnten. Das geht schon.
Böhle: Bis jetzt läßt sich noch alles vereinbaren. Vielleicht kommt man mal an den Punkt, wo man sich entscheiden muss, denn die Anfragen werden immer mehr…
Olaf: Ich bin noch mit den anderen Bands unterwegs, da kann das schon schwierig werden und ich muss mich entscheiden. Bei The Porters singe ich ein Lied und spiele ein bischen Flöte, da bin ich live nicht unbedingt so notwendig. Im Studio werde ich auf alle Fälle mit dabei sein.


- Zu eurer Platte: Das Cover ist gut gewählt und punktet voll, die Prokuktion erstklassig und vor allem, was mir seit den Achtzigern schon lange gefehlt hat, ist die Kombination von Folk und Punk, die damals viel häufiger vorkam, da denke ich an die seeligen Pogues…
Wollt ihr bei der Produktion der Songs auf dieser traditionellen Schiene bleiben oder könnt ihr auch noch härter (im Rahmen des Punk)???


Böhle: Der Zeitpunkt ist gut, die Leute (in der Band) sind gut, es war einfach ein Wink des Schicksals. Wir sind durch den Folkfaktor aber nicht an die Punkrockszene gebunden.
Nick: Wofür härter? Hätten wir das machen wollen, hätten wir es gemacht.
- ...es gibt ja auch die Dropkick Murphys - die überhaupt nicht traditionell sind, die machen Punk unterstützt durch traditionelle Instrumente (Dudelsack) - die sind meilenweit von dem Gedanken entfernt...
Kuub: Jetzt wo du DKM erwähnst, uns wurde vorgehalten (Moloko 23), auf einen Zug aufzuspringen. Ich höre schon seit Jahren Irish Folk und finde die Musik einfach geil. Deswegen wollen wir den Folkfaktor in den Vordergrund stellen und haben auf der Platte auch akustische Stücke drauf.
Olaf: Es haben sich hier ja auch gute Musiker gefunden, wo hat man den schon Mandoline, Akkorden und Flöte mit dabei. Wenn das dann hart gespielt wird, gehen diese Instrumente vollkommen unter!
Böhle: Wir haben unseren eigen Stil gefunden.


- Wie habt ihr im Studio aufgenommen, würde mich mal interessieren. Setzt man sich da nüchtern hin oder kriegt man den Sound nur hin, wenn man ordentlich einen gebechert hat? - Lautes Auflachen in der Runde -

Böhle: Seit ich bei den Porters bin, sauf' ich schon morgens!
- Du säufst sowieso immer!
Böhle: Volker (von 4 Promille) hat immer ordentlich Bier dabei.
Nick: Ich hab "Off to Dublin in the green" komplett besoffen eingesungen. Aber nur, weil Olaf solange mit der Tin Whistle gebraucht hat. Ansonsten hätte ich nicht so soviel trinken müssen.
Olaf: Is ja 'ne Frechheit!
- Whiskey saufen ist doch gar nicht mal so billig. Böhle, seit wann kannst Du Dir das denn leisten?
Böhle: Seit der Platte. Fehlt nur noch Geld für Koks und die Nutten.
Nick: Wenn man dann noch eine Niere verkauft, hat man die Asche und verträgt weniger, also wirkt der Stoff besser.
Böhle: Und wir saufen nicht Whiskey wie Wasser, sondern Wasser wie Whisky....
- ...das ist erstmal genug zum Abtippen!!! Schluss jetzt und danke!

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Jason Baton
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[The Porters]: A tribute to Arthur Guinness
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A Tribute to Arthur Guinness
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Marc O'Porter
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Volker O'Porter
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Sascha O'Porter
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